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	<description>Analysen - Konzepte - Trends</description>
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		<title>Neue Sprüche</title>
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		<pubDate>Sun, 13 May 2012 07:19:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Edgar Gärtner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Sprüche/Aphorismen]]></category>

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		<description><![CDATA[Mein Wahlspruch: Weder Revolution noch Konterrevolution, sondern Widerstand, Verteidigung des wirklichen Lebens gegen den Nihilismus. In Deutschland gibt es zum Glück kaum Erdbeben. Dafür werden wir von anderen Katastrophen heimgesucht. Eine davon nennt an &#8220;Energiewende&#8221;. Ich bin Randfigur einer Gesellschaft von &#8230; <a href="http://gaertner-online.de/2012/05/13/neue-spruche-2/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span style="color: #008000;"><strong><em><br />
</em></strong></span></p>
<p><strong><a href="http://gaertner-online.de/wp-content/uploads/2012/02/Calanques-022.jpg"><img class="aligncenter size-large wp-image-821" title="Calanque" src="http://gaertner-online.de/wp-content/uploads/2012/02/Calanques-022-1024x768.jpg" alt="" width="584" height="438" /></a><br />
</strong></p>
<p><strong>Mein Wahlspruch: Weder Revolution noch Konterrevolution, sondern Widerstand, Verteidigung des wirklichen Lebens gegen den Nihilismus.</strong></p>
<p>In Deutschland gibt es zum Glück kaum Erdbeben. Dafür werden wir von anderen Katastrophen heimgesucht. Eine davon nennt an &#8220;Energiewende&#8221;.</p>
<p>Ich bin Randfigur einer Gesellschaft von Selbstmördern.</p>
<p>Wer erklärt mir, wieso Sterbliche anderen Sterblichen Rechte verleihen können?</p>
<p>Wir müssen Europa retten, denn wir haben die besten Gelddruckmaschinen.</p>
<p>Der Wohlfahrtsstaat ist da, um Wunder zu verhindern.</p>
<p>Jeder Franzose ist ein Stück Staat.</p>
<p>Die Taufe ist irreversibel.</p>
<p>Ich bin keine Republik.</p>
<p>Selbsthass ist vielleicht die schlimmste Form von Hass.</p>
<p>Wer liebt, kommt mit dem Anti-Diskriminierungs-Gesetz in Konflikt.</p>
<p>Gibt es Liebe ohne den Heiligen Geist?</p>
<p>Es gibt Aufstieg und Niedergang. Gibt es aber Fortschritt? Worin könnte er bestehen?</p>
<p>Wir brauchen dringend den Staat, damit wir wissen, wann die Sommerzeit beginnt.</p>
<p>Viel mehr als die zehn Gebote, die Beherrschung der Muttersprache und das Einmaleins braucht man nicht, um im Leben zu bestehen. Oder?</p>
<p>Gäbe es <strong>den</strong> Fortschritt, wäre das eine Ungerechtigkeit gegenüber unseren Vorfahren.</p>
<p>Wer einsieht, dass er dumm ist, zählt schon zu den Klugen.<span id="more-288"></span></p>
<p>Ich bin dafür, alle arbeitsfähigen Hartz-IV-Bezieher täglich für acht Stunden im Schichtdienst auf ein Tretrad zu setzen, um erneuerbare Energie zu erzeugen. Erster Vorteil: Bundesumweltminister Norbert Röttgen könnte statt 380.000 gleich einige Millionen Beschäftigte im EEG-Segment melden. Weiterer noch größerer Vorteil: Die Hartz-IV-Bezieher könnten ihren gesellschaftlichen Status verbessern: Aus Almosenempfängern würden Energielieferanten.</p>
<p>Alles hängt mit allem zusammen. Aber wie, das weiß nur Gott.</p>
<p>Die meisten Liberalen haben ein emotionales Defizit. Denn vermutlich kann man eine schlechte Religion (ich meine damit den braunen, roten oder grünen Sozialismus) nicht durch kühlen Materialismus, sondern nur durch die Verbreitung einer besseren Religion bekämpfen.</p>
<p>Energiewende? Aus unseren Steckdosen kommt doch schon Strom, der fünfzigmal in der Sekunde seine Richtung ändert.</p>
<p>Entweder die Zehn Gebote gelten ohne Abstrich oder wir bewegen uns in Richtung Faustrecht, weil jeder sich seine Gebote selbst macht.</p>
<p>Grüne lügen immer, denn zuallererst belügen sie sich selbst.</p>
<p>Zivilisierte Menschen beten, wenn sie ein Problem haben, Barbaren treten in den Streik.</p>
<p>Das Programm der Linken bestand schon immer darin, die Menschen im Namen der &#8220;sozialen Gerechtigkeit&#8221; gegeneinander aufzuhetzen.</p>
<p>Das wirkliche Ziel der Linken: Hunger und Zwangsarbeit.</p>
<p>Wer abstreitet, es könne eine Realität hinter der sichtbaren Oberfläche der Dinge geben, der wandelt vollends im Dunkeln.</p>
<p>Zur Frage des Fortschritts: Entweder wir bleiben Menschen oder wir werden nach und nach zu Unmenschen. Dazwischen gibt es nichts.</p>
<p>Die <em>Grünsucht</em> ist in Deutschland und Europa zur Volksseuche geworden.</p>
<p>Wer zur staatlichen Geldfälschung schweigt, ist auch ein Hehler.</p>
<p>Wenn die Politik einen &#8220;Konsens&#8221; beschwört, ist das ein sicheres Zeichen dafür, dass sie sich in Dinge einmischt, die sie nichts angehen.</p>
<p>Es gibt nicht mehr genügend verlässlichen Strom in Deutschland, dafür aber jede Menge Wende-Energie.</p>
<p>Gäbe es den Teufel nicht, wäre mein Lebenslauf schlicht unerklärbar.</p>
<p>Wird &#8220;deutsch&#8221; ein Synonym für &#8220;gleichgeschaltet&#8221;?</p>
<p>Das wirkliche Leben besteht aus Pflichten und aus Augenblicken der Verzückung. Es gibt hienieden keine nachhaltigen Augenblicke. Damit ist schon alles gesagt über die politische Religion der Nachhaltigkeit.</p>
<p>Warum schwärmen die Feinde der natürlichen Ordnung ausgerechnet für die Ökologie?</p>
<p>Gibt es Fortschritt auf dem absteigenden Ast?</p>
<p>Staatsgläubigkeit macht melancholisch.</p>
<p>Die Sonne hat noch nicht bemerkt, dass wir jetzt Planwirtschaft haben.</p>
<p>Wer nicht auf das ewige Leben im Jenseits hofft, glaubt auch nicht richtig an das Diesseits.</p>
<p>Wenn die Staatsquote auf zehn Prozent gesunken ist, können wir wieder unvoreingenommen über Politik reden.</p>
<p>Auch wer keinen Begriff von Wahrheit hat, kann doch hin und wieder richtig liegen.</p>
<p>Der Normalzustand der Menschheit ist vermutlich das Mittelalter. Deshalb heißt dieses auch so.</p>
<p>Ich bin Optimist, weil ich annehme, dass einige von uns 2012 überleben werden.</p>
<p>Vielleicht sollte man Materialisten wie Behinderte behandeln&#8230;</p>
<p>Viele Atheisten reden über den christlichen Glauben wie Analphabeten über schöne Literatur.</p>
<p>Rechts ist in Deutschland verboten. Also sind wir alle links und der Teufel freut sich.</p>
<p>Linke können zwar im Prinzip, wollen aber nicht klar denken.</p>
<p>Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble hilft wohl nur noch ein Exorzismus.</p>
<p>Wie kann sich in Europa jemand für kultiviert halten, der die Grundlagen des Christentums nicht kennt?</p>
<p>Die Chancen eines Europäers, in den Himmel zu kommen, waren vor tausend Jahren wohl größer als heute. Wo ist da der Fortschritt?</p>
<p>Gott mag (vermutlich) keine schiefen Töne.</p>
<p>Ich denke nicht. Ich warte auf Eingebungen.</p>
<p>Deutsche Solarwirtschaft: Dumme auf Dummenfang.</p>
<p>Alles Wichtige ist zeitlos.</p>
<p>Zeit ist eine irdische Illusion.</p>
<p>Es gibt nur einen Gott und das ist nicht der Staat.</p>
<p>Wenn niemand mehr an etwas glaubt, ist dann Frieden?</p>
<p>Der Abfall vom wahren Glauben beginnt mit der Leugnung der Existenz des Teufels.</p>
<p>Wer sich für den Teufel entscheidet, braucht sich nicht zu wundern, dass er noch zu Lebzeiten in der Hölle landet.</p>
<p>Es soll Menschen geben, die glauben, dass Leute, die sonntags nicht zur heiligen Messe gehen, kultivierter sind als Kirchgänger.</p>
<p>Wer dem Staat zutraut, Papier zu Geld machen zu können, kann von ihm auch eine Reform der Arithmetik erwarten.</p>
<p>Wer davon überzeugt ist, dass Wahrheit nur auf Übereinkunft beruht, der glaubt auch, dass Papier zu Geld werden kann.</p>
<p>Deutschland wird nicht beherrscht von der Geldgier, sondern von der Dummheit.</p>
<p>Nur tote Menschen sind klimaneutral.</p>
<p>Hochmut wird immer bestraft. Immer!</p>
<p>Wer den Anteil &#8220;erneuerbarer&#8221; Energien mithilfe planwirtschaftlicher Vorgaben auf 100 Prozent bringen will, kann genauso gut beschließen, Flüsse bergauf fließen zu lassen.</p>
<p>Wer will mir erklären, warum Selbsthass gesund ist?</p>
<p>Links ist nur ein anderes Wort für unananständig.</p>
<p>Entweder ich arbeite für mich, meine Familie und mein Land oder für sieben Milliarden Menschen und die Finanzindustrie.</p>
<p>Die Grünen interessieren sich nicht für Natur, sondern nur für Naturideologie.</p>
<p>Es gibt im Universum genug Wasser &#8211; 12 Milliarden Lichtjahre entfernt.</p>
<p>Wozu brauchen wir Krankenhäuser? Man kann Krankheiten doch einfach wegdefinieren!</p>
<p>Ist der Vormarsch der Grünen in Deutschland Gottes Strafe für den Nazismus?</p>
<p>Eines ist sicher: Es wird alles ganz anders kommen, als von der Nachhaltigkeitspolitik geplant.</p>
<p>&#8220;Klimaschutz&#8221; ist längst zum Gegenteil von Umweltschutz geworden.</p>
<p>Vielleicht hätten die Amerikaner ihre Atombomben 1945 doch besser über Deutschland statt über Hiroshima und Nagasaki abwerfen sollen.</p>
<p>Planwirtschaften haben eine höhere Entropie als Marktwirtschaften.</p>
<p>Seit ich mich als gläubiger Katholik &#8220;geoutet&#8221; habe, möchte mich niemand mehr vereinnahmen &#8211; endlich!</p>
<p>Es kommt mir zu teuer, reich zu sein.</p>
<p>Ein aussterbendes Volk braucht keine Kernkraftwerke.</p>
<p>Der Staat ist nicht mein Freund.</p>
<p>Unsere wahrscheinliche Zukunft: Der Vatikan und der Benediktiner-Orden werden bald schwarze Missionare nach Westeuropa schicken.</p>
<p>Hat der Schöpfer zwischen erneuerbaren und nicht erneuerbaren Ressourcen unterschieden?</p>
<p>Hätte sich die katholische Kirche schon vor hundert Jahren mit dem Thema &#8220;Nachhaltigkeit&#8221; beschäftigt, gäbe es sie heute wohl nicht mehr.</p>
<p>Die Zukunft interessiert mich nicht mehr besonders. Dafür ist jetzt Professor Schellnhuber zuständig.</p>
<p>Nachhaltigkeit auf der Basis von Papiergeld? &#8211; Das wäre so wahrscheinlich wie ein Keuschheitsgelübde im Puff!</p>
<p>Ohne eine Leiche im Keller hat in Deutschland niemand Anspruch auf ein öffentliches Amt.</p>
<p>&#8220;Wende&#8221; ist in D. nur ein anderes Wort für &#8220;Wahn&#8221;.</p>
<p>Wer bei uns das kleine Einmaleins zitiert, macht sich schon verdächtig.</p>
<p>&#8220;Energiewende&#8221;: Angela Merkel macht nun ernst mit der Abwicklung Deutschlands. Etwas anderes als Abwickeln hat die DDR-Füsikerin wohl auch nicht gelernt.</p>
<p>Was nützen mir Zukunftsenergien. Ich will jetzt das Licht anschalten.</p>
<p>Hat es in den letzten hundert Jahren überhaupt einen nennenswerten Fortschritt gegeben?</p>
<p>Gibt es Deutschland überhaupt noch? Ich sehe an seiner Stelle bald nur noch Windräder und Hochspannungs-Trassen.</p>
<p>In der Bibel steht nichts über Carbon Footprint.</p>
<p>Ich glaube, ich bin unterqualifiziert. Ich kann nicht lügen.</p>
<p>Ist &#8220;Sozialstaat&#8221; nicht ein Synonym für &#8220;Vorhölle&#8221;?</p>
<p>Die Begriffe &#8220;Fortschritt&#8221; und &#8220;Zukunft&#8221; sollten nicht zum Wortschatz guter Christen gehören.</p>
<p>Grün ist das Gegenteil von ökologisch.</p>
<p>Wer immer vorwärtsstrebt, kommt wieder da an, wo er aufgebrochen ist. Unsere Zukunft liegt nicht vorne, sondern oben (oder unten).</p>
<p>Wer der Machterhaltung wegen Lügengebäude errichtet, fällt am Ende auf den eigenen Schwindel herein.</p>
<p>Man versteht die Welt besser, wenn man weiß, dass die Rockefellers und Rothschilds keine Anhänger der freien Marktwirtschaft, sondern Kryptokommunisten waren und sind.</p>
<p>Es ist abwegig zu glauben, man könne freiheitliche Ideen aus der Welt schaffen, indem man deren Erfinder und Träger einsperrt oder verbrennt.</p>
<p>Europa wird von Anti-Europäern regiert.</p>
<p>Wer den Behauptungen der Grünen widerspricht, liegt fast immer richtig.</p>
<p>Eine Regierung, die den Bürgern mehr als zehn Prozent ihres Einkommens abnimmt, verliert ihre Legitimität.</p>
<p>Wer in Photovoltaik investiert, ist ein Parasit. Wer Staatsanleihen kauft, ist ein Schwein.</p>
<p>Vorsorge beginnt mit der Aufgabe des &#8220;Vorsorgeprinzips&#8221;.</p>
<p>Ich bin sehr &#8220;sozial&#8221;, denn ich nehme an zwei Stammtischen teil und bin bei Facebook.</p>
<p>Wer die Existenz des Teufels leugnet, verliert den Bezug zur Realität.</p>
<p>Die Hölle beginnt nicht erst im Jenseits (der Himmel auch nicht).</p>
<p>Ich weiß nicht, was mich im Jenseits erwartet, aber ich bin sicher, dass es dort gute Musik gibt.</p>
<p>Offiziell gibt es bei uns zwischen Christ und Antichrist keinen Unterschied.</p>
<p>Leben heißt diskriminieren.</p>
<p>Was nachhaltig ist, entscheidet nicht der Mensch.</p>
<p>Ich kenne nicht das Gesicht des Antichrist, aber ich weiß, dass er grün angestrichen ist.</p>
<p>Wer effiziente Lobbyarbeit für den Antichrist machen will, erklärt am besten, den Teufel gebe es gar nicht.</p>
<p>Zur Demokratie: Würfeln ist besser als wählen, denn der Durchschnitt ist besser als eine negative Auslese.</p>
<p>Ich würde jeden wählen, der verspricht, Laubbläser zu verbieten und stattdessen Hartz IV-Empfängern einen Besen oder Rechen in die Hand zu geben, aber ansonsten alles beim alten zu belassen.</p>
<p>Aus dem deutschen Wörterbuch: Dumme/r = Hoffnungsträger/in.</p>
<p>Ich bin, im Prinzip, bereit, für die Freiheit zu sterben, aber niemals für die Einhaltung eines Mittelwerts!</p>
<p>Sieger lernen leichter von den Besiegten als umgekehrt. Heißt das, dass wir warten müssen, bis die Islamisten Europa übernommen haben, bevor diese anfangen, abendländische Denkfiguren und Werte zu übernehmen?</p>
<p>In Deutschland darf man über Probleme nur reden. Wer sich um ihre Lösung kümmert, gilt als Rechtspopulist.</p>
<p>Die Deutschen wollen die Welt retten, indem sie verschwinden.</p>
<p>Multikultur und Demokratie schließen sich logischerweise aus. Nur Monarchie und Anarchie ermöglichen die Koexistenz verschiedener Kulturen.</p>
<p>Der Kommunismus ist nicht tot. Er lebt unter der Bezeichnung &#8220;Klimaschutz&#8221; munter weiter.</p>
<p>Zum utopischen &#8220;Energiekonzept&#8221; der Bundesregierung: Wer da noch rechnet, macht sich verdächtig.</p>
<p>Im künftigen &#8220;Öko-Zeitalter&#8221; wird den Menschen, um Energie zu sparen, wohl auch vorgeschrieben werden, wie oft sie vor dem Orgasmus rein und raus dürfen.</p>
<p>Für die Verbreitung der Dummheit bedarf es keiner Verschwörung, denn Dummheit ist ansteckend.</p>
<p>Unterstellt man Gutmenschen Verschwörungsabsichten, wirken sie klüger.</p>
<p>Menschen, die Gott spielen wollen, kriegen eins auf den Deckel. Auf dieses Naturgesetz können wir uns verlassen.</p>
<p>Der wesentliche Unterschied zwischen Nachrichten im öffentlich-rechtlichen Fernsehen und dem Kino ist die Größe der Bilder.</p>
<p>Wer den neuen Menschen will, muss die alten beseitigen.</p>
<p>Klimaschützer sind vermutlich in ihrem tiefsten Innern davon überzeugt, dass die Welt vom Teufel erschaffen worden ist.</p>
<p><strong>Achtung! Nicht jeder, der lacht, hat Sinn für Humor.</strong></p>
<p>Ein Problem, das durch ein Übermaß an Bürokratie entstanden ist, kann nur durch noch mehr Bürokratie bekämpft werden. Ist doch logisch. Oder?</p>
<p>Probleme, deren Lösung eine Weltregierung voraussetzen, sind keine menschlichen.</p>
<p><strong>Windräder sind Symbole des Antichrist.</strong></p>
<div><a href="http://2.bp.blogspot.com/_3-dSAO9A5Bk/THOV7DPQxdI/AAAAAAAAAEA/bluQCKOFFXc/s1600/Windrad+Elm0135.JPG"><img src="http://2.bp.blogspot.com/_3-dSAO9A5Bk/THOV7DPQxdI/AAAAAAAAAEA/bluQCKOFFXc/s320/Windrad+Elm0135.JPG" alt="" border="0" /></a></div>
<p><strong>Der betriebswirtschaftlich optimale Zustand von Windrädern ist der Stillstand. Deshalb könnte man sie ohne wirtschaftichen Verlust durch Gipfelkreuze ersetzen.</strong></p>
<p>Ich vermute: Die Menschen sind von Natur aus schizophren. Erst mithilfe von Religion und Kultur können sie zu integren und harmonisch strukturierten Persönlichkeiten heranreifen.</p>
<p>Was heißt interkulturell? Ich vermute zwischen den Kulturen das Nichts beziehungsweise die Barbarei.</p>
<div><strong>Dummheit ist unverzeihlich. Denn es gibt dagegen ein einfaches Mittel: Gottesfurcht.</strong></p>
<div><strong>Die ideale Kreislaufwirtschaft: Schrott zu Schrott verarbeiten.</strong><br />
<strong><br />
</strong></div>
<div><a href="http://1.bp.blogspot.com/-DOYQ2QGLBz4/TLy2odcyaeI/AAAAAAAAAHE/QY0DAzOjOjA/s1600/Kurpark+Nauheim+022.jpg"><img src="http://1.bp.blogspot.com/-DOYQ2QGLBz4/TLy2odcyaeI/AAAAAAAAAHE/QY0DAzOjOjA/s320/Kurpark+Nauheim+022.jpg" alt="" width="213" height="320" border="0" /></a></div>
</div>
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		</item>
		<item>
		<title>Kommt  nun die richtige Energiewende?</title>
		<link>http://gaertner-online.de/2012/04/17/kommt-nun-die-richtige-energiewende/</link>
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		<pubDate>Tue, 17 Apr 2012 06:43:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Edgar Gärtner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Energiepolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Fransmutation]]></category>
		<category><![CDATA[Kalte Fusion]]></category>
		<category><![CDATA[Low Energy Nuclear Reactions (LENR)]]></category>

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		<description><![CDATA[Das CERN hält die &#8220;kalte Fusion&#8221; nicht mehr für Esoterik Herkömmliche Kernkraftwerke nutzen die bei der Spaltung schwerer Atomkerne (z.B. Uran) in leichtere entstehende Wärme zur Erzeugung von Wasserdampf, der dann die Turbinen der Stromgeneratoren antreibt. Aus dem Physikunterricht wissen &#8230; <a href="http://gaertner-online.de/2012/04/17/kommt-nun-die-richtige-energiewende/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Das CERN hält die &#8220;kalte Fusion&#8221; nicht mehr für Esoterik</strong></p>
<p><a href="http://gaertner-online.de/wp-content/uploads/2012/04/Toulouse-etc.-038.jpg"><img class="aligncenter size-large wp-image-907" title="Toulouse 038" src="http://gaertner-online.de/wp-content/uploads/2012/04/Toulouse-etc.-038-1024x768.jpg" alt="" width="584" height="438" /></a>Herkömmliche Kernkraftwerke nutzen die bei der Spaltung schwerer Atomkerne (z.B. Uran) in leichtere entstehende Wärme zur Erzeugung von Wasserdampf, der dann die Turbinen der Stromgeneratoren antreibt. Aus dem Physikunterricht wissen wir noch (oder vielleicht auch nicht mehr), dass der umgekehrte Prozess, die Verschmelzung (Fusion) von leichten Atomen zu schwereren, sehr viel mehr Energie freisetzen kann. Denn unsere Sonne bezieht ihre ungeheure elektromagnetische Energie aus der Fusion von Wasserstoff- (beziehungsweise Deuterium- und Tritium-) Atomen zum Edelgas Helium. Mit der Explosion der ersten Wasserstoffbombe Anfang der 50er Jahre kam das Sonnenfeuer auf die Erde. Doch die dabei feigesetzte ungeheure Energie lässt sich, außer vielleicht zum Wegsprengen ganzer Berge, nicht sinnvoll nutzen. Seit etwa 60 Jahren arbeiten nun Wissenschaftler und Techniker, angetrieben von der Vision einer sauberen und endgültigen Lösung unserer irdischen Energieprobleme, daran, die bei der Verschmelzung leichter Atomkerne freiwerdende Energie zu zähmen. Doch gelang es ihnen trotz des Aufwandes von insgesamt über 200 Milliarden Dollar an Forschungsgeldern bislang nicht, in den riesigen Versuchsaufbauten mit supraleitenden Magnet-Spulen die dafür nötigen hohen Temperaturen in der Größenordnung von 15 bis 17 Millionen Grad Kelvin zu erzeugen. Dieser Energieaufwand ist notwendig, um die abstoßenden Kräfte zwischen den Atomkernen zu überwinden.</p>
<p>Doch dann kam eine überraschende Wende. Im März 1989, also vor nun 23 Jahren, verkündeten die beiden amerikanischen Elektrochemiker Martin Fleischmann und Stanley Pons auf einer Veranstaltung des europäischen Kernforschungszentrums CERN in Genf, es sei ihnen gelungen, die Wasserstoffisotopen Deuterium und Tritium bei Zimmertemperatur im Reagenzglas zu verschmelzen.<span id="more-875"></span> Dieses Gefäß bestand aus einer Art Elektrolysezelle mit einer Kathode aus Palladium. Die Nachricht, die „kalte Fusion“ könne uns vielleicht auf billige, sichere und unerschöpfliche Weise unserer Energiesorgen entledigen, machte schnell die Runde. Doch schon wenige Wochen darauf folgte die Ernüchterung, als die US-Physiker Steven Koonin, Nathan Lewis und Charles Barnes vom renommierten California Institute of Technology (Caltech) auf einer Versammlung der amerikanischen Gesellschaft für Physik erklärten, es sei ihnen nicht gelungen, die Versuchsergebnisse von Fleischmann und Pons (Entstehung von Helium, freien Neutronen und Gammastrahlen) zu reproduzieren.</p>
<p>Doch Martin Fleischmann und eine Reihe weiterer Forscher in Indien, Japan und Italien ließen sich davon nicht beirren. Schließlich hatte Andréj Sacharow, der Vater der russischen Wasserstoffbombe, die grundsätzliche Möglichkeit der „kalten Fusion“ (wiss. Korrekt: Low Energy Nuclear Reaction, LENR) schon 1948 theoretisch hergeleitet. Während sich das US-Energieministerium (DOE) längere Zeit gegen eine staatliche Förderung der LENR aussprach, hält die US-Weltraumbehörde NASA neuerdings LENR für eine viel versprechende „Zukunftstechnologie“, die auch die Luft- und Raumfahrt revolutionieren könnte Dennis Bushnell, der Chefwissenschaftler des NASA-Forschungszentrums in Langley, geht allerdings nicht davon aus, dass die „kalte Fusion“ genau so abläuft, wie Fleischmann und Pons annahmen. Statt um eine Fusion leichter Atomkerne handele es sich vermutlich eher um eine Transmutation durch Neutronen- und Elektronenanlagerung und anschließendem Zerfall des schwereren Isotops. Wie dem auch sei, der Prozess setzt auf jeden Fall reichlich Wärme frei, und zwar deutlich mehr, als durch chemische Reaktionen allein erklärt werden kann. Es müssen Umwandlungen auf atomarer Ebene stattgefunden haben. Das wurde durch etliche Experimente, die unabhängig voneinander in Indien, Japan, Italien und den USA durchgeführt wurden, demonstriert.</p>
<p>Kein Wunder, dass sich nun auch private Konzerne wie Mitsubishi und Toyota in Japan und vielleicht auch Siemens in Deutschland für die „kalte Fusion“ erwärmen. Das wurde offenbar auf einem am 22. März 2012 vom CERN eigens veranstalteten Kolloquium zum Thema LENR. Dort stellte der an der Universität von Perugia/Italien lehrende indische Physiker Yogendra Srivastava die von der NASA favorisierte Theorie der Low Energy Nuclear Transmutations (LENT) von Giuliano Preparata (Mailand) und Allan Widom (Boston) vor. (Preparata hat in den 70er Jahren selbst am CERN gearbeitet.) Srivastava wies in seinem Vortrag auch darauf hin, dass die explosive Freisetzung von Neutronen in der Natur durchaus nichts Seltenes ist. Sie wird beobachtet bei Sonneneruptionen, bei Gewittern und bei Erdbeben. Vermutlich gehen die bei starken Erdbeben beobachtbaren Blitze von piezoelektrisch ausgelösten Transmutationen beim Zerbrechen von Quarzkristallen in der Erdkruste aus, meint Srivastava. Die Transmutation gilt übrigens als die eleganteste Methode zur Unschädlichmachung von radioaktiven Abfällen. Deutschland stand vor dem &#8220;Atomausstieg&#8221; in der Transmutationsforschung an der Weltspitze.</p>
<p>Der italienische Kernphysiker Francesco Celani (Frascati) stellte beim Genfer Kolloquium bislang unveröffentlichte LENR- bzw. LENT-Experimente der NASA und japanischer Firmen vor. Dabei ragen die Ergebnisse der Versuche mit nanoskaligen Paladium-Silber oder -Zirkon-Elektroden heraus. Celani erwähnte auch den geheimnisvollen„Energy-Katalysator“, mit dem der italienische Unternehmer Adrea Rossi im vergangenen Jahr Furore gemacht hat. Dieser arbeitet nicht mit Palladium-Elektroden, sondern mit nanoskaligem Nickel in Wasserstoff. Durch den Einfang von Protonen durch die Nickel-Atome soll dabei Kupfer entstehen. Rossi, der mit dem emeritierten Physikprofessor Sergio Focardi aus Bologna zusammenarbeitet, lässt sich aber nicht in die Karten schauen. Der innere Aufbau seines Apparats bleibt streng geheim. Deshalb hat er dafür auch kein Patent bekommen. Immerhin hat Rossi sich vom renommierten Königlichen Institut für Technologie (KTH) in Stockholm bestätigen lassen, dass sein Apparat sechs Stunden lang 25 Kilowattstunden elektrische Leistung erzeugt hat. Inzwischen hat Rossi angekündigt, dass er ab 2013 für zirka 1.000 Euro ein kompaktes Gerät anbieten will, mit dem sich ein ganzes Eigenheim heizen lässt. Es soll nur zweimal im Jahr „Brennstoff“ für etwa 20 Euro benötigen. Ein Gerät will Rossi bereits an den Mann gebracht haben. Auch wenn gegenüber diesen Erfolgsmeldungen Skepsis geboten ist, zeichnet es sich schon jetzt ab, dass die „Energiewende“ wohl ganz anders aussehen wird, als von Angela Merkel und den ihr dienstbaren „Experten“ geplant. Sollte die kalte Transmutation tatsächlich funktionieren, wäre damit ihr Markterfolg aber noch nicht sicher gestellt, denn die Grünen werden wohl bald ein Haar in der Suppe finden und die Erfindung verbieten wollen.</p>
<p><strong>Internet:</strong></p>
<p><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Kalte_Fusion">Wikipedia: Kalte Fusion</a></p>
<p><a href="http://indico.cern.ch/getFile.py/access?resId=1&amp;materialId=slides&amp;confId=177379">Yogendra Srivastava: Overview of LENT Theory</a></p>
<p><a href="http://indico.cern.ch/getFile.py/access?resId=3&amp;materialId=slides&amp;confId=177379">Francesco Celani: Overview of Theoretical and Experimental Progress in Low Energy Nuclear Reactions (LENR)</a></p>
<p><a href="http://www.e-catworld.com/2012/04/piantelli-presents-nickel-hydrogen-lenr-research-data-in-siena-italy/">Piantelli Presents Nickel-Hydrogen-LENR Research Data in Siena</a></p>
<p><a href="http://wincontact32naturwunder.blogspot.fr/2012/04/la-fusion-froide-est-mort-vive-lenr.html?spref=fb">Naturwunder&#8230; La fusion froide est morte, vive LENR!</a></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Energiewende: Der Weg in die Planwirtschaft</title>
		<link>http://gaertner-online.de/2012/03/30/energiewende-der-weg-in-die-planwirtschaft/</link>
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		<pubDate>Fri, 30 Mar 2012 13:58:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Edgar Gärtner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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		<description><![CDATA[Wir werden das Improvisieren lernen müssen Selbst Hauptstrom-Medien wie die FAZ melden inzwischen: „Die Energiewende ist gescheitert.“ Gescheitert, bevor sie überhaupt richtig begonnen hat, müsste man hinzufügen. Denn das wichtigste greifbare Resultat des in Deutschland nach dem Reaktorunglück von Fukushima &#8230; <a href="http://gaertner-online.de/2012/03/30/energiewende-der-weg-in-die-planwirtschaft/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wir werden das Improvisieren lernen müssen</strong></p>
<div id="attachment_879" class="wp-caption alignleft" style="width: 594px"><a href="http://gaertner-online.de/wp-content/uploads/2012/03/GuD-Kraftwerk02362.jpg"><img class="size-large wp-image-879" title="GuD-Kraftwerk0236" src="http://gaertner-online.de/wp-content/uploads/2012/03/GuD-Kraftwerk02362-1024x759.jpg" alt="" width="584" height="432" /></a><p class="wp-caption-text">Gas- und Dampfkraftwerke lohnen sich nicht mehr</p></div>
<p>Selbst Hauptstrom-Medien wie die FAZ melden inzwischen: <em>„Die Energiewende ist gescheitert.“</em> Gescheitert, bevor sie überhaupt richtig begonnen hat, müsste man hinzufügen. Denn das wichtigste greifbare Resultat des in Deutschland nach dem Reaktorunglück von Fukushima um sich greifenden energiepolitischen Aktionismus, angefangen mit der überstürzten Abschaltung der Hälfte der deutschen Kernkraftwerke, ist die Rückkehr zur Braunkohle als mit Abstand wichtigstem Primärenergieträger. Der Bau Zigtausender von Windrädern vor allem im Norden der Republik hat bislang kein einziges konventionelles Kraftwerk überflüssig gemacht. Im Gegenteil: Da sich der Bau neuer Gaskraftwerke wegen des Vorrangs der Einspeisung von Wind- und Solarstrom ins Netz nicht rechnet, festigen etablierte Braun- und Steinkohlekraftwerke ihre Rolle als Rückgrat der deutschen Stromnetze.<br />
Die „Zukunftsenergien“ Wind- und Solarstrom bleiben trotz ihres gesetzlichen Vorrangs im wesentlichen Dekor, weil sie bislang vorhandene Stromerzeugungs-Kapazitäten nicht ersetzt, sondern größtenteils lediglich symbolträchtig gedoppelt haben. <span id="more-870"></span>Das soll freilich nach den Vorstellungen der Wende-Energetiker bald anders werden. Nach dem „Energiekonzept“ der Bundesregierung soll der Anteil der so genannten regenerativen Energien (neben Wind und Sonne gehören dazu auch Biogas und Wasserkraft) an der Stromerzeugung im Jahre 2020 bereits 35 Prozent und im Jahre 2050 gar 80 Prozent betragen. Einzelne Bundesländer wie vor allem Schleswig-Holstein und Rheinland-Pfalz wollen schon in drei bis zwanzig Jahren die Vollversorgung mit Ökostrom erreichen. Da die Sonne auch in 20 Jahren nachts nicht scheinen und die Häufigkeit starker Winde weiterhin von der nordatlantischen Oszillation bestimmt werden wird, müssen sich die industriellen und privaten Stromverbraucher auf ein stark schwankendes Angebot einstellen.<br />
Auf dem 3. VhU-Energieforum der Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände unter dem Motto „Sichere Stromversorgung auch bei Wolken und Windstille“ Mitte März in Frankfurt erklärte der Energiewirtschaftler Dr. Jürgen Neubaarth von der Innsbrucker e3 consult, die Stromerzeugung im deutschen Kaftwerkspark müsse künftig innerhalb von 15 Minuten um 12.000 Megawatt hoch oder runter gefahren werden können. „Heute sind es erst 3.000 Megawatt“, stellte Neubarth nüchtern fest. Die inzwischen aufgebaute Windkraftleistung von zirka 27.000 Megawatt ersetze gerade einmal 1.900 MW konventionelle Kraftwerkskapazität. Der Energiewirtschafter erweckte allerdings den Eindruck, als sei die durch den überstürzten Atomausstieg und den unkoordinierten Aufbau witterungsabhängiger Stromerzeugungskapazitäten heraufbeschworene Gefahr eines großflächigen Blackouts allein durch den massiven Ausbau der deutschen und europäischen Stromnetze abwendbar.Gegenüber dem von der Bundesregierung für den Ausgleich von Stromangebot und –nachfrage favorisierten Ausbau der Energiespeicher-Kapazitäten in Form von Lithium-Ionen-Batterien und Pumpspeicher-Kraftwerken beziehungsweise der Umwandlung von Windstrom in Druckluft oder Wasserstoff/Methan gab sich Neubarth hingegen skeptisch, da hierbei große Umwandlungsverluste in Kauf genommen werden müssen. Außerdem gebe es für den Aufbau großer Speicherkapazitäten keine wirksamen Investitionssignale. Denn die Peakpreise für Strom sind in Deutschland wegen des raschen Ausbaus regenerativer Energien unter Druck geraten und der Bedarf an Regelenergie hat in den vergangenen zehn Jahren kontinuierlich abgenommen.<br />
Dr. Christoph Bauer, Energiemanager des Chemiekonzerns Evonik in Hanau, erklärte, der Wechsel von der „<em>verbrauchsgesteuerten Stromerzeugung zum erzeugungsgesteuerten Verbrauch“</em> sei die <em>„zentrale Herausforderung der Energiewende.</em>“ Er verkniff sich die Bemerkung, dass „<em>erzeugungsgesteuerter Verbrauch“</em> nur ein anderes Wort für Planwirtschaft ist. Während die Bundesregierung den Strombedarf und damit das Leben der Privatleute über Smart Grids und Smart Meters fernsteuern möchte, sehen Industrievertreter im intelligenten Lastenmanagement stromintensiver Industriezweige ein viel größeres Anpassungspotential. Dieses lässt sich auch ohne harte bürokratische Eingriffe in die Unternehmensentscheidungen nutzen. Statt Stromüberschüsse unter hohen Verlusten in Form von Wasser bergauf oder in Form von Druckluft in die Erde zu pumpen oder für die Produktion von Wasserstoff beziehungsweise Methan zu nutzen, sei es erheblich sinnvoller, sie für die Erzeugung industrieller Prozesswärme zu nutzen, um dort Brennstoffe wie Erdgas oder Heizöl zu ersetzen. Diese Option werde derzeit aber in der öffentlichen Diskussion vernachlässigt und durch die Gestaltung der Netzentgelte für stromintensive Industrien praktisch vereitelt.<br />
Infolge der dezentralen Einspeisung von Wind- und Solarstrom in die Verteilernetze komme es immer öfter zu Trafobränden, berichtete Markus Hettig, Manager des mittelständischen Elektroanlagenbauers EFEN (Eltville am Rhein). Es gibt also Engpässe nicht nur im 380 kV-Transportnetz, über die in der Presse relativ häufig berichtet wird. In den vergangenen Wochen haben vor allem die Schwierigkeiten, Offshore-Windparks in der Nordsee an das Netz anzuschließen, für Schlagzeilen gesorgt. Da sich der zuständige staatseigene niederländische Netzbetreiber TenneT außerstande sieht, die nötigen 15 Milliarden Euro für Unterwasser-Kabel und Hochspannungsleitungen aufzubringen, sollen nun die Kosten „sozialisiert“ werden, indem sie entweder unter allen vier großen Netzbetreibern aufgeteilt oder von der Staatsbank KfW übernommen werden. Ähnliches soll für die hohen Versicherungsprämien für die Offshore-Anlagen gelten. <em>„Wir werden nicht umhin kommen, einen Teil der Haftungskosten zu sozialisieren“</em>, erklärte der neue Präsident der Bundesnetzagentur, Jochen Homann, gegenüber der FAZ vom 26. März 2012. Schon wird die Verstaatlichung des gesamten deutschen Stromnetzes gefordert.<br />
Als wäre es ein abgekartetes Spiel zur Einführung der Planwirtschaft durch die Hintertür, zieht so jeder mit der „Energiewende“ verbundene staatliche Eingriff in den Strommarkt weitere Eingriffe nach sich. Der Kollege Reinhold Böhmer hat das in der „Wirtschaftswoche“ prägnant zusammengefasst: <em>„…der Staat entzieht wie beim Atomausstieg den Unternehmen auf dem Markt eingeführtes Geschäft und verlangt von ihnen nun wie bei der Energiewende vom Markt nicht unmittelbar nachgefragte Leistungen etwa in Form von Ökostrom. Wer so etwas macht, der muss sich nun mal den Gesetzen des Marktes fügen: Private Unternehmen leisten eben nicht, was ihnen aufoktroyiert wird und was unprofitabel oder zu risikoreich ist. Andernfalls würden sie auf Dauer ihre Existenz aufs Spiel setzen. Das fällt nicht einmal unter das Phänomen Marktversagen, da ja die Politik hier vom Markt etwas will, was der Markt per Definition nicht hergibt.“</em><br />
Eine weitere bereits sich abzeichnende Station auf dem unaufhaltsamen Marsch in die Planwirtschaft ist der Bau von Gaskraftwerken in kommunaler Regie. Begründet mit dem Schlagwort „Rekommunalisierung der Elektrizitätsversorgung“ haben manche Städte bereits damit begonnen, Stromnetze zurückzukaufen. Sie werden trotz ihrer angespannten bis katastrophalen Finanzlage auch damit beginnen müssen, eigene Kraftwerke zu errichten, denn für private Investoren ist der deutsche Strommarkt, außer bei Onshore-Windkraftanlagen, nicht mehr attraktiv. Zuverlässiger wird unsere Stromversorgung durch die Kommunalisierung höchstwahrscheinlich nicht, dafür aber wegen fehlenden Wettbewerbs mit Sicherheit teurer.<br />
Mir ist bewusst, dass man heute in Deutschland mit der Perspektive Planwirtschaft kaum noch jemanden erschrecken kann. Immer mehr Landsleute bekommen beim Stichwort Planwirtschaft sogar leuchtende Augen. Die Erfahrungen mit der Mangelwirtschaft in der untergegangenen DDR liegen vermutlich schon viel zu weit zurück. Aber ältere Ossis werden sich sicher noch daran erinnern, dass Ihnen immer etwas fehlte und Improvisieren zu ihrem Lebensinhalt wurde. In Zukunft wird es der Strom sein, der immer öfters fehlt oder nicht bezahlbar ist. Die Wessis werden das Improvisieren noch lernen müssen.<br />
<strong></strong></p>
<p><strong>Internet:</strong></p>
<p><a href="http://www.faz.net/aktuell/politik/harte-bretter/jeder-denkt-es-keiner-sagt-s-die-energiewende-ist-gescheitert-11685666.html">FAZ: Die Energiewende ist gescheitert</a></p>
<p><a href="http://vhu.de/vhu/home/veranstaltungen/vhu-energieforum/3_energieforum_2012_energiespeicher_.de.html;jsessionid=350F14C00262D22DA16F34171D66E9DF">3. VhU-Energieforum: Energiespeicher</a></p>
<p><a href="http://www.wiwo.de/politik/deutschland/windenergie-der-atomaustieg-naehrt-den-staat/6365848.html">WiWo: Der Atomausstieg nährt den Staat</a></p>
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		<title>Was von Joachim Gauck zu erwarten ist</title>
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		<pubDate>Tue, 27 Mar 2012 15:11:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Edgar Gärtner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[In Deutschland wird schon lange niemand mehr in ein hohes Amt gewählt, der keine Leiche im Keller hat. Denn das damit verbundene Erpressungspotenzial garantiert, dass der Amtsträger den Korridor des als politisch korrekt Definierten nicht verlässt. Bei dem abgetretenen Bundespräsidenten &#8230; <a href="http://gaertner-online.de/2012/03/27/was-von-joachim-gauck-zu-erwarten-ist/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="wp-caption alignleft" style="width: 285px"><img 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alt="" width="275" height="183" /><p class="wp-caption-text">Der Bundespräsident mit seiner Mätresse</p></div>
<p>In Deutschland wird schon lange niemand mehr in ein hohes Amt gewählt, der keine Leiche im Keller hat. Denn das damit verbundene Erpressungspotenzial garantiert, dass der Amtsträger den Korridor des als politisch korrekt Definierten nicht verlässt. Bei dem abgetretenen Bundespräsidenten Christian Wulff hieß die „Leiche“ vermutlich Betty. Als der als Opportunist bekannte Aufsteiger im letzten Sommer auf einmal doch Rückgrat zu zeigen schien, indem er Klartext über die Folgen der Euro-Rettungsschirme sprach, zeigten die Daumen der Strippenzieher der Berliner Bananenrepublik nach unten. Denn es stand zu befürchten, dass Wulff dem verfassungswidrigen ESM-Vertrag seine Unterschrift verweigern würde. Welche Leiche bei Wulffs Amtsnachfolger Joachim Gauck im Keller liegt, weiß ich nicht. Vielleicht ist es sein ungeklärter Familienstand. Wahrscheinlich gilt er dennoch als unschuldig und musste gerade deshalb als Preis für das Eintritts-Ticket in die Top-Ebene der politischen Klasse eine auffällig tiefe Verbeugung vor dem Ungeist der 68er machen.<span id="more-847"></span><br />
Dabei schreckte Gauck in seiner Antrittrede vor dem deutschen Bundestag nicht vor einer argen Geschichtsklitterung zurück, indem er behauptete, die ersten Jahrzehnte der Bonner Republik seien durch „fehlende Empathie mit den Opfern des Nazi-Regimes“ geprägt gewesen: „Erst die 68er Generation hat das nachhaltig geändert.“ Ich habe das als Ex-68er ganz anders in Erinnerung: Im Gymnasium wurde ich durchwegs im Geist des Anti-Totalitarismus und der Freundschaft mit Israel erzogen. Als ich mich wegen des Vietnam-Krieges der 68er-Bewegung anschloss, freundete ich mich mit totalitären und antiamerikanischen wie antisemitischen Ideen im Gewand des „Antizionismus“ an und brauchte danach etliche Jahre, um wieder davon loszukommen. Gauck hingegen lobt die 68er, weil sie die historische Schuld der (aller?) Deutschen „ins kollektive Bewusstsein gerückt“ hätten. Ihre an Werten orientierte Aufarbeitung der Vergangenheit sei zum Vorbild für die „Wende“ von 1989 geworden. Gaucks Kapitulation vor den 68ern zeigt sich auch darin, dass er vor &#8220;rechtsextremen Verächtern der Demokratie&#8221; warnt, die sicher nicht minder gefährlichen Linksextremisten hingegen nicht eigens benennt.<br />
Ich kann deshalb der Vorsitzenden des Christoferuswerks Münster, Felizitas Küble, nur beipflichten, wenn sie fragt, ob Gauck, dessen Eltern aktive Nazis waren, mit seiner Neuauflage der Kollektivschuld-These nicht die Verantwortung für die Gräuel des Nazismus auf die damalige Elterngeneration breit verteilen wollte. Frau Küble macht auch darauf aufmerksam, dass Gauck kein Wort verlor über den in Deutschland politisch geduldeten und finanziell geförderten Massenmord an ungeborenen Kindern. Bei echten Konservativen kann da schon die Frage aufkommen, ob es nicht ein abgekartetes Spiel war, dass die Hauptstrom-Medien Gauck einhellig das Etikett „konservativ“ anhefteten. In Wirklichkeit ist er linksliberal und repräsentiert insofern den post-68er beziehungsweise postmodernen ideologischen Konsens der Berliner Republik. Warum dieser Präsident „unbequem“ werden soll, bleibt das Geheimnis meiner Kollegen in den mit Zwangsgebühren finanzierten „Qualitätsmedien“. Gaucks Freiheitsbegriff geht zurück auf Rousseau und die französische Revolution und steht deshalb völlig im Einklang mit dem Zeitgeist und dem in der EU zur Staatsdoktrin erhobenen Rechtspositivismus. Als evangelischer Theologe und Ex-Pfarrer hätte er aber durchaus darauf hinweisen können beziehungsweise sollen, dass Freiheit auch anders begründet werden kann, nämlich durch das christliche Menschenbild und das Naturrecht. Dann hätte Gauck vielleicht tatsächlich für die Berliner Republik unbequem werden können.<br />
Anders als Frau Küble bewerte ich Gaucks Ausführungen zur europäischen Einigung. Gauck weist meines Erachtens zu recht darauf hin, dass der Staat sich immer weniger durch die nationale Herkunft seiner Bürger definieren lässt, sondern durch die „Zugehörigkeit zu einer politischen und ethischen Wertegemeinschaft.“ Die nationale Idee gehört definitiv ins 19. Jahrhundert und war schon damals so verlogen wie heute. Aber ich wüsste schon gerne etwas Näheres über die von Gauck beschworene „Wertegemeinschaft“. Die europäische Geschichte zeigt: Ohne einen transzendenten Bezug kommen Wertekataloge leicht unter die Räder kurzsichtiger Machtinteressen. Zwar erwarte ich von einem Protestanten keine Anspielung auf den christlich-abendländischen Reichsgedanken als Leitbild der europäischen Einigung. Aber etwas mehr an Präzision hätte ich mir beim Thema „Werte“ von einem Ex-Pastor schon gewünscht. Ein Hinweis auf die zehn Gebote hätte für Klarheit gesorgt, aber wohl die Wächter der Political Correctness auf den Plan gerufen.<br />
Stattdessen bemüht Joachim Gauck einen Begriff von rechtlich ungebundener Solidarität, mit dem sich europäische „Rettungsschirme“ bis zum bittereren Ende rechtfertigen lassen. „Das europäische Miteinander ist … ohne den Lebensatem der Solidarität nicht gestaltbar. Gerade in der Krise heißt es deshalb: Wir wollen mehr Europa wagen“, erklärt Gauck. Angela Merkel braucht nun also nicht mehr zu befürchten, dass der Bundespräsident seine Unterschrift unter den ESM-Vertrag verweigert.</p>
<p><strong>Internet:</strong></p>
<p><a href="http://www.ef-magazin.de/2012/02/19/3420-euro-krise--warum-musste-wulff-gehen">Edgar L. Gärtner: Euro-Krise: Warum musste Wulff gehen?</a></p>
<p><a href="http://www.ef-magazin.de/2012/03/08/3443-wulffs-ruecktritt-die-praesidentenposse">Hanna Thiele: Wulffs Rücktritt. Die Präsidentenposse</a></p>
<p><a href="http://www.pi-news.net/2012/03/was-uns-an-gaucks-antrittsrede-missfallt/#more-246294">Felizitas Küble: Was uns an Gaucks Antrittsrede missfällt.</a></p>
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		<item>
		<title>Verbot der E-Zigarette: Gipfel der Scheinheiligkeit</title>
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		<pubDate>Fri, 16 Mar 2012 09:57:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Edgar Gärtner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Vorsorge]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Bundesregierung hat, wie es scheint, elektronischen Zigaretten-Imitaten (eZigaretten) den Krieg erklärt. Angeblich gefährdet das Einatmen der in der eZigarette mithilfe eines kleinen Lithium-Akkus erzeugten Dämpfe mit oder ohne Nikotin die Gesundheit der schätzungsweise anderthalb bis zwei Millionen deutschen Raucher, &#8230; <a href="http://gaertner-online.de/2012/03/16/verbot-der-e-zigarette-gipfel-der-scheinheiligkeit/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://info.kopp-verlag.de/data/image/Edgar%20Gaertner/2012-03/Verbot%20von%20E%20Zigaretten%20Gipfel%20der%20Scheinheiligkeit/eZigarette.jpg" alt="" />Die Bundesregierung hat, wie es scheint, elektronischen Zigaretten-Imitaten (eZigaretten) den Krieg erklärt. Angeblich gefährdet das Einatmen der in der eZigarette mithilfe eines kleinen Lithium-Akkus erzeugten Dämpfe mit oder ohne Nikotin die Gesundheit der schätzungsweise anderthalb bis zwei Millionen deutschen Raucher, die irrigerweise glauben, damit ihrer Nikotinsucht ohne die Erzeugung von krebserregendem Rauch und Teer frönen zu können. Um dem einen Riegel vorzuschieben, hat die Bundesregierung in der Antwort auf eine Anfrage der Partei Die Linke nikotinhaltige Flüssigkeiten (Liquids) kurzerhand zu Medikamenten erklärt, die einer behördlichen Zulassung bedürfen. Es gilt als ausgeschlossen, dass die bislang in Deutschland angebotenen Liquids mit über hundert verschiedenen Aromen diese Hürde der Markteinführung nehmen können. Denn dafür müssten die Antragsteller in aufwändigen Tests an Versuchstieren und Menschen die Wirksamkeit der Inhaltsstoffe ihrer Duftfläschchen bei der Heilung oder Abmilderung von Krankheiten beweisen. Es gilt deshalb in Behördenkreisen als unwahrscheinlich, dass eines der beanstandeten Produkte die Zulassung erhalten wird. Zurzeit fällt die Einstufung der Liquids je nach Bundesland verschieden aus. In Hessen werden die Fläschchen noch angeboten, während ihr Verkauf in NRW und Bayern bereits unterbunden wurde. Schon soll der Zoll angeblich in NRW und Niedersachsen Zehntausende von Liquid-Fläschen beschlagnahmt haben. Somit scheint die deutsche Bürokratie zumindest einmal gezeigt zu haben, dass sie ohne Rücksicht auf mögliche Kosten und Schadensersatz-Ansprüche rasch durchgreifen kann, wenn Gefahr im Verzug ist.</p>
<p>Oder geht in diesem Fall vielleicht gar nicht um die Gesundheit, sondern vielmehr um die mehr als 14 Milliarden Euro, die der deutsche Fiskus jahraus, jahrein über die Tabaksteuer einsackt? <span id="more-840"></span>Um dieser Frage nachzugehen, müssen wir etwas weiter ausholen. Die eZigarette in der heutigen Form wurde im Jahre 2003 vom Chinesen Hon Lik entwickelt. Auf dem deutschen Markt ist sie seit etwa sieben Jahren verfügbar. Doch erst in den letzten Jahren haben offenbar mehr und mehr Nikotinsüchtige die Vorzüge der rauchfreien Alternative zur Zigarette entdeckt. Die elektrische Zigaretten-Attrappe besteht aus einen Lithium-Ionen-Akku und einem kleinen, mit einem Mundstück verbundenen Verdampfer. Das Liquid, das größtenteils aus Wasser, 1,2-Propylenglykol (E 1520), Glycerin (E 422), Ethanol (Alkohol) und Aromastoffen sowie eventuell einem Nikotin-Zusatz besteht, verdampft bei einer Temperatur deutlich unterhalb von 100 Grad. Die Glut einer brennenden Zigarette kann hingegen über 1.000 Grad heiß sein. Bei den niedrigen Temperaturen im Verdampfer bildet sich weder Rauch noch Teer, sondern nur ein sichtbarer Nebel, der hauptsächlich vom verdampfenden Glykol herrührt. 1,2-Propylenglykol (heute: 1,2-Propandiol) wird häufig zur Erzeugung von Bühnennebel bei Rock-Konzerten, in Discos oder im Theater eingesetzt und ist dafür, wie die E-Nummer zeigt, auch lebensmittelrechtlich zugelassen. Es ist darüber hinaus als ganz legaler Zusatz in einer Vielzahl von Produkten des täglichen Bedarfs wie Zahnpasta und Hautcremes enthalten.</p>
<p>Bekannt geworden ist ein anderes Glykol (Ethylenglykol) als Frostschutzmittel für Kfz-Scheibenwaschanlagen. Es machte vor einigen Jahrzehnten von sich reden, weil man es in österreichischen Weinen fand. Es bestand damals zwar keine akute Gesundheitsgefahr, sein Einsatz im Wein war aber nicht erlaubt. Österreichische Winzer hatten es als billigen Ersatzstoff benutzt, um ihren Weinen die damals geschätzte liebliche Geschmacksnote zu verleihen. Heute reagieren viele Journalisten-Kollegen wie pawlowsche Hunde, wenn das Stichwort „Frostschutzmittel“ einmal fällt. Deshalb fehlte in keinem der Beiträge, in denen in den letzten Wochen auf mögliche Gesundheitsgefahren durch die eZigarette aufmerksam gemacht wurde, der Hinweis auf den Frostschutzmittelgehalt der Liquids.</p>
<p>Die Hersteller und Vermarkter gängiger Liquids behaupten nicht, ihre Produkte seien besonders gesund. Sie weisen lediglich darauf hin, dass in den eZigaretten deutlich weniger Giftstoffe entstehen als in herkömmlichen Zigaretten. In deren Rauch finden sich nicht weniger als 200 verschiedene Giftstoffe, von denen 40 krebserregend sind. Beim Verdampfen der Liquids hingegen entstehen (abgesehen vom Nikotin, das ein starkes Nervengift, aber kein krebserregender Stoff ist) kaum weitere Schadstoffe. Im Jahre 2009 angestellte Analysen der als sehr streng bekannten US-amerikanischen Gesundheitsbehörde FDA haben ergeben, dass ihr Gehalt an krebserregenden Nitrosaminen, falls überhaupt nachweisbar, um mehr als tausendmal niedriger liegt als bei Zigaretten aus Tabak. Die amerikanischen Analysewerte wurden Anfang Februar 2012 vom unabhängigen deutschen Analyselabor Wessling (Altenberge) bestätigt. Ein starker Raucher, der auf die eZigarette umgestiegen ist, könnte über acht Jahre lang jeden Tag fünf Milliliter Liquid verbrauchen, bis er annähernd den Nitrosamingehalt einer einzigen normalen Zigarette aufgenommen hat. Unter Umständen kann allerdings das Einatmen der Glycol-Dämpfe zu Atemnot führen. Das gilt aber auch für reinen Wasserdampf. Der längere Aufenthalt in Waschküchen galt noch nie als gesund. Einige Adepten der eZigarette berichten auch von einem stärkeren Brennen auf der Zunge. Durch ein wenig Mäßigung sollten die Nikotin-Dampfer diese Unannehmlichkeiten in den Griff bekommen können.</p>
<p>So verwundert es nicht, dass die US-FDA, die zunächst versucht hatte, eZigaretten zu Arzneimitteln zu erklären, vor Gericht klein beigeben musste. Nun schickt die FDA sich an, die Liquids wie herkömmliche Tabakprodukte zu regulieren. Es kann deshalb durchaus sein, dass die Verfechter einer Verbannung der Liquids aus den Tabakläden auch von deutschen und europäischen Gerichten zu Schadensersatz verdonnert werden. Ausschlaggebend dafür wird die Position sein, die die EU-Kommission gegenüber rauchfreien Nikotin-Produkten einnehmen wird. Nach den bislang gültigen EU-Regelungen entscheidet nicht die chemische Zusammensetzung, sondern der beabsichtigte Einsatz darüber, ob ein Produkt als Arzneimittel eingestuft wird oder nicht. Der Gehalt an pharmakologisch wirksamem Nikotin allein macht deshalb ein Liquid noch nicht zum Medikament. Folgte die EU hingegen der verqueren Logik deutscher Gesundheitspolitiker, dann müsste sie auch alle alkoholhaltigen Flüssigkeiten, Tees und Schokolade aus den Supermärkten verbannen.</p>
<p>Bleibt die Frage, was Journalisten wie die FOCUS-Online-Redakteurinnen Katrin Hoerner und Anna Vonhoff wider besseres Wissen dazu treibt, zum wiederholten Male das angeblich bevorstehende „Aus der E-Zigarette“ zu beschwören. Eine Spur führt zum Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) in Heidelberg, genau zu Prof. Dr. med. Martina Pötschke-Langer, die bei FOCUS-Online zitiert wird. Pötschke-Langer leitet in Heidelberg die Stabsstelle Krebsprävention. Diese finanziert ihre Arbeit zu einem guten Teil über die Durchführung von Rauchentwöhnkursen. Finden nun die Raucher mit dem Griff zur eZigarette einen Weg, ihrer Nikotin-Abhängigkeit ohne Erhöhung ihres Krebsrisikos zu frönen, dann schwindet ein Teil der Geschäftsgrundlage des DKFZ. Also muss Frau Pötschke-Langer alles daran setzen, das Konkurrenzprodukt schlecht zu machen, damit die Raucher weiter rauchen und dabei ihrer Gesundheit schaden. Frau Pötsche-Langer hat ihre Voreingenommenheit öffentlich demonstriert, indem sie nach einem „Selbstversuch“ erklärte: „Nachdem in dem Raum zwei E-Zigaretten geraucht worden waren, hatten meine Kollegen und ich Atemwegsreizungen und ein Benommenheitsgefühl” Träfe das zu, müssten Theaterbesucher reihenweise ohnmächtig werden, wenn auf der Bühne die Nebelmaschine angeworfen wird. Dabei wird Pötschke-Langer offenbar unterstützt von Politikern, die um die fette Tabaksteuer bangen.</p>
<p>Internet:</p>
<p><a href="http://www.fda.gov/downloads/Drugs/ScienceResearch/UCM173250.pdf">FDA: Evaluation of e-cigarettes</a></p>
<p><a href="http://vd-eh.de/CAL12-09556-4.pdf">Wessling GmbH: Prüfung des ausgeatmeten Dampfes der E-Zigarette</a></p>
<p><a href="http://www.focus.de/gesundheit/gesundleben/nichtrauchen/news/zulassung-als-arzneimittel-unmoeglich-das-aus-fuer-die-e-zigarette-_aid_719574.html">FOCUS online: Das Aus der E-Zigarette naht</a></p>
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		</item>
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		<title>Die Stunde der Wahrheit in der Klimaforschung</title>
		<link>http://gaertner-online.de/2012/02/15/die-stunde-der-wahrheit-in-der-klimaforschung/</link>
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		<pubDate>Wed, 15 Feb 2012 10:14:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Edgar Gärtner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Klimadebatte]]></category>
		<category><![CDATA[Gletscherschmelze]]></category>
		<category><![CDATA[Sonnenverstärker]]></category>
		<category><![CDATA[Sonnenzyklen]]></category>
		<category><![CDATA[Stagnation der Durchschnittstemperatur]]></category>
		<category><![CDATA[Temperatur-Messreihen]]></category>

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		<description><![CDATA[Es wird wahrscheinlich wieder kühler Temperaturentwicklung der vergangenen 160 Jahre (HadCRUT3). Seit dem Jahr 2000 stagniert die Temperatur. Quelle: Prof. Phil Jones, Climate Research Unit, University of East Anglia. Den Verfechtern der Thesen des „Weltklimarates“ IPCC über eine angeblich katastrophale Erderwärmung weht &#8230; <a href="http://gaertner-online.de/2012/02/15/die-stunde-der-wahrheit-in-der-klimaforschung/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Es wird wahrscheinlich wieder kühler</strong></p>
<p><img src="http://kaltesonne.de/wp-content/uploads/2012/02/gtc.gif" alt="" /></p>
<p><em>Temperaturentwicklung der vergangenen 160 Jahre (HadCRUT3). Seit dem Jahr 2000 stagniert die Temperatur. Quelle: <a href="http://www.cru.uea.ac.uk/cru/info/warming/">Prof. Phil Jones, Climate Research Unit, University of East Anglia</a>.</em></p>
<p>Den Verfechtern der Thesen des „Weltklimarates“ IPCC über eine angeblich katastrophale Erderwärmung weht nun auch in Deutschland ein eisiger Wind ins Gesicht. Dabei geht es durchaus nicht nur um die gerade abebbende Kältewelle, sondern mehr noch um den Bestseller „Die kalte Sonne“ von Fritz Vahrenholt und Sebastian Lüning, in dem die Autoren die Warnungen des IPCC mit dem Hinweis auf die begonnene Abschwächung der Sonnenaktivität und die seit 1997 stagnierende Durchschnittstemperatur der Erde zurückweisen. Aktuelle Veröffentlichungen der Ergebnisse umfangreicher Messungen bestätigen diese Entwarnung. Vor kurzem hat das britische Met Office und die Climate Research Unit (CRU) der Universität von East Anglia (Norwich) offiziell zugeben müssen, dass die seit den 70er Jahren des 20. Jahrhunderts beobachtete Erderwärmung im Jahre 1997 zu Ende gegangen ist. Allerdings hat das Met Office die Veröffentlichung von über 30.000 Temperatur-Messreihen nicht an die große Glocke gehängt. Denn nach offizieller Lesart macht die globale Erwärmung nur eine kleine Pause. Da sie menschliche CO2-Emissionen für die Hauptursache der Erwärmung halten, gehen die beamteten Wetterbeobachter davon aus, dass der weiter steigende CO2-Gehalt der Luft über kurz oder lang wieder zu steigenden Temperaturen führt. Immer mehr Forscher fürchten aber den Beginn einer „kleinen Eiszeit“. Sie weisen darauf hin, dass die den Warnungen des „Weltklimarats“ IPCC zugrunde liegenden Computermodelle, die für die Jahrhundertwende eine kontinuierliche Erwärmung vorausgesagt hatten, falsch liegen, weil sie den Zyklen der Sonnenaktivität und der Meeresströmungen einen bei weitem zu geringen Einfluss zuschreiben.</p>
<p><span id="more-797"></span></p>
<p>Die Aktivität der Sonne lässt sich am leichtesten an der Zahl sichtbarer Sonnenflecken festmachen. Diese schwankt in einem annähernd elfjährigen Zyklus. Über das ganze 20. Jahrhundert war die Sonne, abgesehen von einer Delle im relativ schwach ausgeprägten 20. Zyklus in den 60er und 70er Jahren, außerordentlich aktiv. Doch der aktuelle 24. Zyklus ist bereits schwächer als der 20. Er begann mit einer fast zweijährigen Verspätung, während der die Sonne keine Flecken zeigte. Etliche Solarforscher fürchten, dass der kommende 25. Sonnenzyklus so schwach ausfallen wird wie beim so genannten Dalton-Minimum im frühen 19. Jahrhundert. Während dieser Zeit war es in Europa im Schnitt zwei Grad kühler als heute. Wissenschaftler der NASA fürchten gar einen Rückfall auf das Niveau des so genannten Maunder-Minimums zwischen 1645 und 1715, das aus den Geschichtsbüchern als „Kleine Eiszeit“ bekannt ist. Damals wurden in London auf der völlig zugefrorenen Themse Jahrmärkte abgehalten. Das britische Met Office schätzt die Chance, dass der 25. und die folgenden Solarzyklen schwächer ausfallen werden als das Dalton-Minimum, immerhin auf 92 Prozent!</p>
<p>Doch nehmen die staatlichen Weisungen folgenden Wetterfrösche an, die nachlassende Kraft der Sonne werde höchstwahrscheinlich durch den immer stärker werden „Treibhauseffekt“ der CO2-Emissionen überkompensiert. Peter Stott vom Met Office erwartet von der zurückgehenden Sonnenaktivität bis zum Jahr 2100 auf der Erde „einen Temperaturrückgang von höchstens 0,08 Grad Celsius. Gegenüber der Presse erklärte er: „Unsere Erkenntnisse zeigen, dass der Rückgang der Sonnenaktivität auf einen historischen Tiefstand zu schwach wäre, um den überragenden Einfluss der Treibhausgase zu überspielen.“ Doch er berief sich dabei auf Computermodelle, die die seit 1997 gemessene Stagnation der Erdtemperatur nicht vorausgesehen hatten.</p>
<p>Der dänische Astrophysiker Henrik Svensmark gibt deshalb nicht viel auf solche Erklärungen. Er erwartet für die kommenden 50 Jahre deutlich kühlere Temperaturen als heute. „Wir werden lange kämpfen müssen, um einige Klimaforscher zu überzeugen, dass die Sonne eine wichtige Rolle spielt. Es kann durchaus sein, dass die Sonne diesen Kampf alleine entscheiden wird – ohne Hilfe der Klimaforscher.“ Auch die bekannte US-Klimaforscherin Judith Curry hält die Erklärung des britischen Met Office für unverantwortlich. Man müsse eingestehen, dass die gängigen Klimamodelle den Einfluss der Sonne grob unterschätzen. Curry weist darauf hin, dass neben den Sonnenzyklen auch 60-jährige Temperaturzyklen im Pazifik und Atlantik entscheidend die Temperaturentwicklung auf den Landmassen der Erde beeinflussen. Der Pazifik sei im Jahre 2008 in seine Kaltphase gesprungen. Der Atlantik werde wohl bald folgen. In der Vergangenheit habe jede Abkühlung der Ozeane sinkende Temperaturen an Land nach sich gezogen. Auch Paul Brekke vom norwegischen Weltraum-Institut weist darauf hin, das die Erderwärmung zwischen 1970 und 1997 auf eine Erwärmung der Ozeane zurückging. Es sei nicht zu übersehen, dass die ozeanischen Zyklen mit den Zyklen der Sonne zusammenhängen.</p>
<p>Der Zufall wollte es, dass das führende britische Wissenschaftsmagazin „nature“ fast zur gleichen Zeit Satellitendaten veröffentlichte, die zeigen, dass die Gletscher der Alpen, des Himalaja und Neuseelands seit dem Jahr 2003 nicht mehr geschrumpft sind. Forscher um Thomas Jacob von der University of Colorado in Boulder konnten durch die weltweite Vermessung von Schwerkraft-Anomalien mithilfe der GRACE-Satelliten-Mission zeigen, dass alle Eiskappen in Europa, Asien, den USA und Neuseeland stabil sind, während Gletscher in Alaska, Kanada und Patagonien weiter an Masse verloren haben. Infolge der Verlangsamung der Gletscherschmelze steige der Meeresspiegel jedes Jahr nur noch um anderthalb Millimeter.</p>
<p>Fritz Vahrenholt und Sebastian Lüning können sich also vollauf bestätigt fühlen. Umso mehr sollten sich jene Journalisten-Kollegen der ZEIT des SPIEGEL und des FOCUS schämen, die über das Buch der beiden herfielen, bevor sie es überhaupt gelesen haben konnten. Offenbar geht es ihnen darum, den von der deutschen Politik verordneten Konsens über die Dringlichkeit der Abwendung einer „Klimakatastrophe“ unter allen Umständen aufrecht zu erhalten. Insbesondere in Fritz Vahrenholt sehen sie einen üblen Spielverderber, weil es sich bei ihm um einen ausgewiesenen Umweltschützer handelt. Das SPD-Mitglied, bekannt geworden schon in den 70er Jahren des vergangenen Jahrhunderts als Autor des chemiekritischen Bestsellers „Seveso ist überall“, war Umweltsenator der Freien und Hansestadt Hamburg, später Chef des Windrad-Bauers RePower und zuletzt Chef der RWE-Tochter Innogy, die Milliarden in so genannte erneuerbare Energien investiert. Wenn so einer den offiziellen Konsens aufkündigt, muss er gewichtige Gründe haben.</p>
<p>Vahrenholt nennt vor allem drei Beobachtungen, die ihn bewogen haben, sich Argumenten der so genannten Klimaskeptiker anzuschließen: zum einen die schon erwähnte Stagnation der Erdtemperatur seit nunmehr 14 Jahren, die durch die Klimamodelle des IPCC nicht erklärt werden kann. Zweitens die damit einhergehende Abnahme der Windleistung, die zu empfindlichen Ertragseinbrüchen von Windparks geführt haben. Offenbar haben sich im Einklang mit dem Phasenwechsel ozeanischer Zyklen bei uns die Windverhältnisse geändert. Drittens seine Erfahrungen als Gutachter für den IPCC-Bericht über erneuerbare Energien. Da sei ihm bewusst geworden, dass es sich beim IPCC nicht um ein wissenschaftliches, sondern um ein politisches Gremium handelt, in dem Aktivisten von Greenpeace und WWF den Ton angeben. Deshalb habe er sich auch die anderen Berichte des IPCC näher angesehen und festgestellt, dass diese natürliche Ursachen von Klimaschwankungen systematisch herunterspielen. Dann sei ihm aufgefallen, dass die verschiedenen Erwärmungs- und Abkühlungsphasen der vergangenen 7.000 Jahre gut mit bekannten Zyklen der Sonnenaktivität erklärt werden können. Schließlich habe ihn die Veröffentlichung verräterischer e-Mails der britischen Universität von East Anglia sowie die im IPCC-Bericht von 2007 enthaltene Prognose eines fast vollständigen Abschmelzens der Himalaja-Gletscher in den kommenden 35 Jahren davon überzeugt, das im IPCC nicht alles mit rechten Dingen zugeht. Dabei sollte man sich meines Erachtens keine Illusionen über Vahrenholts Motive machen. Es liegt auf der Hand, dass er nicht mit fliegenden Fahnen in das Lager der &#8220;Klimaskeptiker&#8221; übergelaufen ist. Es geht ihm vielmehr darum, die ihm ans Herz gewachsenen &#8220;Erneuerbaren&#8221; über die sich anbahnende &#8220;Kleine Eiszeit&#8221; zu retten.</p>
<p><strong>Internet:</strong></p>
<p><a href="http://www.amazon.de/Die-kalte-Sonne-Klimakatastrophe-stattfindet/dp/3455502504">Fritz Vahrenholt/Sebastian Lüning: Die kalte Sonne. Warum die Klimakatastrophe nicht stattfindet</a></p>
<p><a href="http://kaltesonne.de/">www.kaltesonne.de</a></p>
<p><a href="http://www.dailymail.co.uk/sciencetech/article-2093264/Forget-global-warming--Cycle-25-need-worry-NASA-scientists-right-Thames-freezing-again.html">David Rose: Forget Global Warming</a></p>
<p><a href="http://www.nature.com/nature/journal/vaop/ncurrent/full/nature10847.html">Thomas Jacobs et al.: Recent contributions of glaciers and ice caps to sea level rise</a></p>
<p><a href="http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,814097,00.html">Weltweite Gletscherschmelze verlangsamt sich</a></p>
<p>&nbsp;</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Auf dem Wege zum totalen Überwachungsstaat</title>
		<link>http://gaertner-online.de/2012/02/07/auf-dem-wege-zum-totalen-uberwachungsstaat/</link>
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		<pubDate>Tue, 07 Feb 2012 10:38:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Edgar Gärtner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Vorsorge]]></category>
		<category><![CDATA[automatische Kontenabfrage]]></category>
		<category><![CDATA[Gesichtserkennung]]></category>
		<category><![CDATA[GEZ]]></category>
		<category><![CDATA[Personen-Kennziffer (PKZ)]]></category>

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		<description><![CDATA[Die automatische Kontenabfrage ist nur der Anfang Wenn der permanente Europäische Stabilitätsmechanismus (ESM), wie geplant, am 1. Juli 2012 in Kraft tritt, dann müssen die deutschen Sparer und Steuerzahler für Billionen von Euros bürgen. Schon im September 2011 schlug deshalb &#8230; <a href="http://gaertner-online.de/2012/02/07/auf-dem-wege-zum-totalen-uberwachungsstaat/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><a href="http://gaertner-online.de/wp-content/uploads/2012/02/Databurg-Weihnachten-2011-0041.jpg"><img class="aligncenter size-large wp-image-800" title="Databurg" src="http://gaertner-online.de/wp-content/uploads/2012/02/Databurg-Weihnachten-2011-0041-1024x768.jpg" alt="" width="584" height="438" /></a>Die automatische Kontenabfrage ist nur der Anfang</strong></p>
<p>Wenn der permanente Europäische Stabilitätsmechanismus (ESM), wie geplant, am 1. Juli 2012 in Kraft tritt, dann müssen die deutschen Sparer und Steuerzahler für Billionen von Euros bürgen. Schon im September 2011 schlug deshalb Levin Holle von der Boston Consulting Group der Bundesregierung eine Einmalsteuer auf alle Sparvermögen vor, die nicht weniger als sechs Billionen Euro in die Staatskasse brächte. Um ihre im Schweiße des Angesichts erworbenen Ersparnisse vor dem Zugriff des Staates zu retten, bleiben den immer mehr zu gläsernen Bürgern werdenden Steuerpflichtigen kaum noch Auswege. Schritt für Schritt bauen die deutschen Finanzbehörden ein System lückenloser Kontrollen aller privaten Zahlungsvorgänge auf. Das beginnt mit der Einführung einer einheitlichen Steuernummer, geht weiter mit der automatisierten Kontrollabfrage privater Bankkonten und dem Einsatz von raffinierter Schnüffelsoftware für die Aufdeckung von Ungereimtheiten in Steuererklärungen und soll nach dem erklärten Willen der EU mit der Wiedereinführung von Devisenkontrollen und der schrittweisen Abschaffung des Bargeldes enden.<span id="more-785"></span></p>
<p>Verkauft wird das alles den hilflosen Steuerbürgern mit dem Hinweis auf die Notwendigkeit der Bekämpfung von Terrorismus und organisierter Kriminalität. Doch allein im vergangenen Jahr gab es über das Bundeszentralamt für Steuern schon 63.000 Kontenabfragen. Deshalb wies Bundesdatenschützer Peter Schaar vor kurzem darauf hin, dass die im April 2005 eingeführte automatisierte Kontenabfrage allmählich zu einem Routine-Instrument wird. „Eine Maßnahme, die laut Bundesverfassungsgericht eigentlich als Ausnahme gedacht war, hat sich fast zu einer Routine entwickelt. Diesem ungehemmten Zuwachs muss der Gesetzgeber dringend Einhalt gebieten“, fordert Schaar. Das bleibt wohl ein frommer Wunsch. Denn die Vermehrung und Verfeinerung der Überwachungssysteme hat offenbar System.</p>
<p>Vor nunmehr sechs Jahren hat das Bundeszentralamt für Steuern (BZSt) jedem Deutschen vom Baby bis zum Greis eine einheitliche Steueridentifikationsnummer zugeteilt. Diese Nummer enthält auch Angaben über die Anzahl minderjähriger Kinder, den Ehepartner und die Religionszugehörigkeit. Sofort kam der Verdacht auf, diese Nummer könne für den heimlichen Einstieg in eine verfassungsrechtlich bedenkliche allgemeine Personenkennziffer (PKZ) missbraucht werden. Doch entsprechende Klagen wurden in mehreren Musterverfahren vom Finanzgericht Köln abgewiesen. Anfang August 2011 hat Peter Schaar darauf hingewiesen, dass die Steuer-ID nicht nur von den Finanzämtern, sondern auch von Banken, Versicherungen und Krankenkassen verwendet wird. Ohne Angabe der Steuer-ID sei es in Deutschland schon kaum noch möglich, ein Konto zu eröffnen. „Damit droht die Steuer-ID durch die Hintertür zu einem allgemeinen Personenkennzeichen zu werden“, warnte Schaar. Ohne Kenntnis der Betroffenen könne die Steuer-ID durch die Verknüpfung mit anderen Daten zur Speicherung von Persönlichkeitsprofilen genutzt werden.</p>
<p>Das Nachbarland Frankreich ist uns da schon 65 Jahre voraus. Dort dient die bereits in den frühen 40er Jahren des vergangenen Jahrhunderts unter dem Vichy-Régime eingeführte Numéro d’inscription au répertoire des personnes physiques (NIRPP oder kurz: NIR), heute bekannt als numéro de sécurité sociale (Sozialversicherungsnummer) als universelles Personenkennzeichen, das im Prinzip auf ewig gespeichert wird. Erfunden hat die Nummer der Lochkarten-Experte René Carmille, der als Generalinspekteur der französischen Armee nach deren Niederlage gegen die Hitlertruppen im Jahre 1940 die heimliche Wiedermobilmachung betrieb. Dafür sollte das von ihm entwickelte Nummernsystem dienen. Dieses bestand zunächst aus 12 Ziffern: zwei für den Geburtsjahrgang, zwei für den Geburtsmonat, zwei für das Geburts-Département, drei für den Geburtsort und noch einmal drei Ziffern für die Anordnung im Geburtsmonat. Nach dem Zweiten Weltkrieg weitete Carmille sein System auf den zivilen Bereich aus. Deshalb brauchte er noch eine weitere Ziffer (1 oder 2) für das Geschlecht. Im April 1946 übertrug der französische Staat das System Carmilles per Dekret dem nationalen Statistikamt INSEE offiziell für die Verwaltung der obligatorischen Bürgerversicherung (Sécurité sociale). Später wurden dem System noch Ziffern für die in den überseeischen Départements und im Ausland Geborenen sowie ein Prüfschlüssel angefügt. Da ich selbst eine Zeit lang in Frankreich gearbeitet habe, besitze auch ich einen solchen 15-stelligen Code und kann ihn leider nicht mehr loswerden.</p>
<p>Heute dient der NIR längst nicht mehr nur der Kontrolle von Zahlungsverpflichtungen und Anwartschaften in der Sozialversicherung, sondern auch im gesamten Gesundheitswesen, in der Arbeitslosenversicherung und nicht zuletzt in der Personalentwicklung privater Unternehmen. Mithilfe einiger Querverbindungen ist es nicht nur staatlichen und kommunalen Einrichtungen, sondern auch den Arbeitgebern jederzeit möglich, beinahe alles über Antragsteller oder Bewerber zu erfahren. Im Jahre 1971 baute das INSEE in Nantes das zentralisierte Système automatisé pour les fichiers administratifs et le répertoire des individus (abgekürzt Safari) auf. Da das System infolge der seither eingetretenen Fortschritte der elektronischen Datenverarbeitung zum Missbrauch geradezu einlud, geriet es ins Schussfeld der linken politischen Opposition. Mit dem Gesetz „Informatique et libertés“ vom Januar 1978 versuchte die Regierung unter Präsident Valéry Giscard d’Estaing die Kritiker zu beruhigen, indem sie die Kommission gleichen Namens einsetzte, die Beschwerden nachgeht und Verbesserungsvorschläge macht.</p>
<p>Einen Kontrast zu Frankreich bildete für lange Zeit Großbritannien, das bekanntlich bis heute keinen Personalausweis (ID-Card) und kein Zentralregister eingeführt hat. Dennoch gilt das Land nicht nur wegen der Dystopie seines Sohnes George Orwell als Lehrbuchbeispiel einer überwachten Gesellschaft. Unter den Labour-Premierministern Tony Blair und Gordon Brown bekamen die britischen Städte das weltweit dichteste Netz von Überwachungskameras. Begründet wurde das unter anderem durch die Terrorgefahr und die wachsende Kriminalität. Der heutige konservative Premier David Cameron hat gelobt, dem ein Ende zu bereiten. Auch die von der EU-Kommission gewollte Vorratsdatenspeicherung lehnt er ab. Gründe dafür sind nicht nur der Unmut der Wähler, sondern auch der kaum nachweisbare Nutzen der Dauerüberwachung. Denn Computerprogramme für die automatische Gesichtserkennung an Hand biometrischer Merkmale haben bislang die von der Kriminalpolizei in sie gesetzten Erwartungen eher enttäuscht. Bei einem Feldversuch des deutschen Bundeskriminalamtes vor viereinhalb Jahren am Mainzer Hauptbahnhof lag die Wiedererkennungsrate zwischen sechzig und siebzig Prozent. Doch die Software-Ingenieure haben in der Zwischenzeit sicher nicht geschlafen.</p>
<p>Immerhin zeigt der genannte Versuch, dass deutsche Behörden ernsthaft mit der Einführung solcher Überwachungssysteme liebäugeln. Technische Fortschritte lassen die Kluft zwischen Wunsch und Wirklichkeit schrumpfen. So bietet das soziale Netzwerk Facebook seit einigen Monaten einen Gesichtserkennungsdienst an, der zunächst auf den vom jeweiligen Nutzer gekennzeichneten Freundeskreis beschränkt ist. Google hat in sein Web-Album „Picassa“ einen erstaunlich gut funktionierenden Gesichtserkennungsdienst integriert. Diese Programme erlauben es bereits, Freunde auf Fotos großer Menschenansammlungen in Fußball-Stadien oder politischen beziehungsweise religiösen Demonstrationen ausfindig zu machen. „Gigatagging“ heißt die neue Freizeitbeschäftigung. Der Verdacht liegt nahe, dass professionelle Fahnder solche harmlos erscheinenden Spielchen nutzen, um ihre eigene biometrische Gesichtserkennungs-Software zu verbessern. So testete die Bundespolizei am Frankfurter Flughafen bereits ein Verfahren des automatischen Vergleichs der Gesichter von Flugpassagieren mit registrierten digitalen Passfotos.</p>
<p>Das deutet darauf hin, dass die deutschen Behörden sich viel von der Einführung elektronischer Ausweise versprechen. Durch die Hintertür können sie auf diese Weise auch zu der auf dem parlamentarischen Weg bislang nicht durchsetzbaren PKZ nach französischem Vorbild gelangen. Andere Vorteile der elektronischen Speicherung biometrischer Merkmale wie Fingerabdrücke oder Augen-Nase-Mund-Abstände sind nämlich nicht ersichtlich. Denn bis dato haben sich elektronische Ausweise im Vergleich zum herkömmlichen deutschen in Plastik eingeschweißten Personalausweis keineswegs als fälschungssicherer erwiesen. Vor allem ältere Menschen liefern oft keine verwertbaren Fingerabdrücke. Gesichtsformen müssen bei der Aufnahme nicht selten elektronisch retuschiert werden, damit sie in vorgegebene Raster passen. Dadurch geht manchmal ihre maschinelle Erkennbarkeit verloren. Doch die Speicherung biometrischer Daten kann die ungeliebte PKZ ersetzen.</p>
<p>Währenddessen entwickelt sich die in Köln ansässige Gebührenzentrale der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten (GEZ), kaum beachtet von den Hauptstrom-Medien, zu einer Kontrollbehörde Orwellschen Ausmaßes. Die GEZ verwaltet, gedeckt durch das von den Ministerpräsidenten der Länder ausgehandelte neue Rundfunkrecht, die einzige zentrale Datenbank, in der Angaben über die Lebensumstände von 41,2 Millionen deutschen Haushalten (einschließlich bereits aufgelöster) zeitlich unbegrenzt gespeichert werden. Mithilfe technisch längst möglicher Querverbindungen zu anderen Datenbanken wird es dieses Informationssystem erlauben, tendenziell den ganzen Lebenswandel der „Beitragsschuldner“ (so heißen die vom Staatsfunk Zwangsbeglückten) zu verfolgen.</p>
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		<title>Grüne Gentechnik: Europa verzichtet auf die Zukunft</title>
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		<pubDate>Wed, 18 Jan 2012 09:28:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Edgar Gärtner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Agrarpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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		<category><![CDATA[biologische Sicherheitz]]></category>
		<category><![CDATA[Bt-Baumwolle]]></category>
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			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Kindische Kritik vertreibt die Pflanzenbiotechnologie<a href="http://gaertner-online.de/wp-content/uploads/2012/01/Kurpark-Nauheim-010.jpg"><img class="aligncenter size-large wp-image-771" title="Kurpark Nauheim 010" src="http://gaertner-online.de/wp-content/uploads/2012/01/Kurpark-Nauheim-010-1024x682.jpg" alt="" width="584" height="388" /></a></strong></p>
<p>Gerade hat der Chemiekonzern BASF angekündigt, sein Forschungs- und Entwicklungszentrum für Pflanzen-Biotechnologie von Limburgerhof bei Ludwigshafen nach Raleigh in North Carolina/USA zu verlegen. Entwicklung und Verkauf aller Produkte der grünen Gentechnik, die für den europäischen Markt gedacht waren, werden eingestellt. Dazu gehören auch die erst 2010 nach einem 13-jährigen Ringen in Europa endlich zugelassene, aber noch nicht gewerblich angebaute Industriestärkekartoffel „Amflora“ sowie die gegen die Kraut- und Knollenfäule resistente Speisekartoffel „Fortuna“. Laut BASF-Vorstand Stefan Marcinowski waren die Einstufung der grünen Gentechnik als „Hochrisikotechnologie“ durch das Bundesverfassungsgericht und das „Honigurteil“ des Europäischen Gerichtshofes ausschlaggebend für den Rückzug des Chemieriesen. Marcinowski betonte gleichzeitig, er halte die Pflanzenbiotechnologie nach wie vor für eine der Schlüsseltechnologien des 21. Jahrhunderts. Schon zehn Prozent der Weltagrarfläche würden mit gentechnisch veränderten Pflanzen bestellt.  <span id="more-749"></span></p>
<p>Er kann sich dabei auch auf die Ergebnisse einer Studienwoche der Päpstlichen Akademie der Wissenschaften berufen, die im Mai 2009 im Vatikan stattfand. Die Teilnehmer dieser Tagung, darunter der schweizer Molekularbiologe und Nobelpreisträger Werner Arber, der Pflanzenbiologe Ingo Potrykus (Schöpfer des „Golden Rice“), der Botaniker Klaus Ammann, der Agarökonom Joachim von Braun und andere, empfahlen unter anderem eine Abkehr von der nihilistischen Interpretation des „Vorsorgeprinzips“ im Sinne überhöhter und unpraktikabler Sicherheitsvorschriften. Es sei ethisch geboten, die grüne Gentechnik im Interesse der hungernden Armen zu nutzen.</p>
<p>Sprecher des Nichts-Konzerns Greenpeace und der Grünen bejubelten hingegen, wie erwartet, diese Entscheidung. Die Grüne Umweltministerin von Rheinland-Pfalz Ulrike Höfken erklärte unter Hinweis auf eine im vergangenen Jahr veröffentlichte Studie der Inderin Vandana Shiva, die grüne Gentechnik habe keine Zukunft. Die indische Oberkasten-Angehörige und Trägerin des alternativen Nobelpreises, die von Landwirtschaft nachweislich nichts versteht, sich aber als Anwältin der armen Bauern ausgibt, hat die Studie “The GMO Emperor Has No Clothes” (Der Gentechnik-Kaiser hat keine Kleider an) gegen Ende des vergangenen Jahres in Berlin vorgestellt. In deren Einleitung schreibt sie: „Es wurde uns wiederholt erzählt, dass gentechnisch veränderte Nahrungspflanzen höhere Erträge liefern werden. Sie würden die Welt retten, indem sie Schädlinge und Unkraut klein halten und den Einsatz von Chemie in der Landwirtschaft verringern. Sie würden die Welt retten mit trockenheitstoleranten Pflanzen, die dem Klimawandel widerstehen können. All diese Versprechen haben sich als falsch herausgestellt.“ Die Grüne Gentechnik sei ein totaler Fehlschlag, behauptet die grüne Philosophin. Allem Anschein nach sieht sie sich in der Rolle des Mädchens in Christian Andersens Märchen, das es wagt, das laut auszusprechen, was alle anderen auch sehen, aber nicht auszusprechen wagen.</p>
<p>So versucht der von der indischen Nichtregierungsorganisation (NGO) Navdanya und weiteren NGOs aus der ganzen Welt erarbeitete Bericht zum Beispiel nachzuweisen, dass die hohe Zahl von Selbstmorden bei armen indischen Bauern auf deren auswegslose Verschuldungsspirale durch die Anschaffung von teurem gentechnisch verändertem Baumwoll-Saatgut zurückgeht. Nach der offiziellen Statistik haben sich in den vergangenen zwölf Jahren nicht weniger als 250.000 indische Bauern umgebracht. Tatsächlich spielten Schulden dabei in vielen Fällen eine Rolle. Doch eine Untersuchung des International Food Policy Research Institute (IFPRI) in Washington unter dem inzwischen nach Bonn zurückgekehrten Agrarökonomen Prof. Joachim von Braun wies nach, dass es unter indischen Baumwollfarmern schon vor der Einführung gentechnisch veränderter Bt-Baumwolle im Jahre 2002 viele Selbstmorde gab und deren Häufigkeit danach nicht zugenommen hat. Die Hintergründe der Selbstmordwelle seien viel komplexer als von Vandana Shiva oder Prinz Charles behauptet.</p>
<p>Bt-Baumwolle enthält ein vom Agrochemie-Riesen Monsanto patentiertes Gen des Bodenbakteriums Bacillus thuringiensis, das in den Baumwollpflanzen die Produktion eines Giftes codiert, das den Baumwollkapselwurm, den wichtigsten Baumwoll-Schädling, abtötet. Vor seiner gentechnischen Herstellung in den Maispflanzen selbst wurde das Bt-Toxin auf die Maispflanzen gesprüht – gerade auch im Öko-Anbau. Warum die gentechnische Herstellung des gleichen Stoffes heute bei den Ökos verpönt ist, entzieht sich wohl einer vernünftigen Erklärung. Jedenfalls hat sich die Einführung von Bt-Baumwollsaaten für Indien unterm Strich durchaus gelohnt. Heute werden in Indien über 90 Prozent der Baumwollanbaufläche (das sind allerdings nur etwa fünf Prozent der gesamten landwirtschaftlichen Fläche) mit Bt-Baumwolle bepflanzt. Die indische Baumwollproduktion stieg von 15 Millionen Ballen (mit je rund 170 Kilo) im Jahre 2002 auf rund 29 Millionen Ballen im Jahre 2009. Die Produktion hat sich also Dank der Gentechnik fast verdoppelt. Indien wurde nach China und vor den USA zum zweitgrößten Baumwollexporteur.</p>
<p>Mit einer Ausnahme sind die inzwischen in Indien zugelassenen über 600 Bt-Baumwollsorten allerdings Hochleistungssorten (Hybride), die für ihr Gedeihen neben guter Düngung meist einer künstlichen Bewässerung bedürfen. Deshalb konnten viele kleine Bauern, die sich Bewässerungsysteme nicht leisten können oder keinen Zugang zu fließendem Wasser haben, davon kaum profitieren. 88 Prozent aller indischen Farmen sind kleiner als zwei Hektar. Die Agraringeneurin Gisela Feikl kommt deshalb in einer Studie im Auftrag der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) zum Schluss: „Sachkundige Bauern in Gebieten mit Bewässerung werden vom Anbau der ertragreichen Bt-Hybridsorten typischerweise einen wirtschaftlichen Nutzen haben. In den ärmeren Regenfeldbaugebieten, wo zwei Drittel der Baumwollbauern leben, ist der Anbau der Bt-Sorten jedoch wirtschaftlich äußerst riskant.“</p>
<p>Die vielen Selbstmorde unter indischen Bauern haben nach Malcolm Harper, einem britischen Experten für Mikrofinanzierung, vielfältige Ursachen. Zunächst müsse man wissen, dass selbständige Bauern auch in Europa zu den am meisten suizidgefährdeten gesellschaftlichen Gruppen gehören. Fest stehe aber, dass die indischen Bauern, die Selbstmord begingen, überwiegend hoch verschuldet waren. Allerdings kaum bei Banken, sondern zu 75 Prozent bei privaten Geldverleihern. Die indische Regierung reagierte darauf mit Unterstützungszahlungen an die Hinterbliebenen der Selbstmörder. Das hatte zur Folge, dass Familien nicht selten das natürliche Ableben ihres Oberhaupts als Suizid deklarierten. Als besonders kontraproduktiv erwies sich ein bedingter Schuldenerlass. Denn gerade dadurch trieb die Regierung weitere Bauern indirekt privaten Wucherern in die Arme. Denn viele Kreditnehmer fühlten sich nun nicht mehr verpflichtet, die Kredite zu bedienen. In der Folge schwand die Bereitschaft der Banken, neue Kredite zu gewähren. So blieb vielen Bauern nur der Weg zu privaten Geldverleihern. Harper weist darüber hinaus darauf hin, dass mangelnde Erträge, für die Anti-Gentechnik-Aktivisten die Bt-Baumwollsaaten verantwortlich machten, in Wirklichkeit auf Fälschungen zurückgehen. Schätzungsweise ein Drittel des in Indien angebotenen Bt-Saatguts sei nicht echt. Auch dadurch wurden viele Kleinbauern in den Ruin getrieben. Harper schließt daraus: „Vielleicht ist die Gen-Baumwolle nicht für alle indischen Kleinbauern das Richtige, aber das Saatgut kann nicht allein für den Missbrauch verantwortlich gemacht werden.“</p>
<p>Das in diesem Zusammenhang unverdächtige ökumenische Magazin „Welt-Sichten“ nennt deshalb Vandana Shivas Kritik an der grünen Gentechnik „kindisch.“ Noch einen Schritt weiter geht Dr. Ricardo Gent, der Geschäftsführer der Deutschen Industrievereinigung Biotechnologie (DIB). Er erklärte uns auf Anfrage: „Die Studie von Frau Shiva genügt wissenschaftlichem Anspruch nicht. Die genannten Argumente werden von Gegnern der grünen Biotechnologie seit Jahren vorgebracht. Die Kritik hat sich aber in mehr als 25 Jahren Forschung und Anbau von gentechnisch optimierten Pflanzen nicht bewahrheitet. Die weltweite Nutzung der grünen Biotechnologie in der Landwirtschaft wird daher weiter zunehmen. Auch Europa wird sich diesem Trend langfristig nicht entziehen können. In der Diskussion über grüne Biotechnologie sollten endlich die wissenschaftlichen Fakten sprechen.“</p>
<p>Internet:</p>
<p><a href="http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/verlagerung-nach-amerika-basf-gibt-gruene-gentechnik-in-europa-auf-11608862.html">BASF gibt grüne Gentechnik in Europa auf</a></p>
<p><a href="http://basf.com/group/pressemitteilung/P-12-109">BASF-Pressemitteilung vom 16. 1. 2012</a></p>
<p><a href="http://www.gruenevernunft.de/node/1108">Nutzung der grünen Gentechnik ist ethisch geboten</a></p>
<p><a href="http://www.gentechnikfreie-regionen.de/fileadmin/content/download_allg/201110_GMOEMPEROR_Study.pdf">The GMO Emperor Has No Clothes</a></p>
<p><a href="http://www.welt.de/wissenschaft/umwelt/article13755786/Studie-bescheinigt-gruener-Gentechnik-Totalversagen.html">Studie bescheinigt grüner Gentechnik Totalversagen</a></p>
<p><a href="http://www.ifpri.org/sites/default/files/publications/ifpridp00808.pdf">Bt Cotton And Farmer Suicides in India</a></p>
<p><a href="http://www.welt-sichten.org/artikel/art-08-011/ein-gewinn-doch-nur-fuer-manche.html">Gen-Baumwolle: Ein Gewinn, doch nur für manche</a></p>
<p><a href="http://www.welt-sichten.org/artikel/art-03-009/cm/toedliche-mischung.html">Tödliche Mischung. Die zahlreichen Bauernselbstmorde in Indien haben vielfältige Ursachen</a></p>
<p><a href="http://www.welt-sichten.org/aufgelesen-texte/gentechnik2252.html">Grüne Gentechnik: Kindische Kritik</a></p>
<p><a href="http://www.dib.org/">Deutsche Industrievereinigung Biotechnik</a></p>
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		<title>Der Blackout rückt näher</title>
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		<pubDate>Wed, 28 Dec 2011 09:15:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Edgar Gärtner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Energiepolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Blindleistung]]></category>
		<category><![CDATA[Gaskraftwerke]]></category>
		<category><![CDATA[Netzstabilität]]></category>

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			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_752" class="wp-caption aligncenter" style="width: 594px"><a href="http://gaertner-online.de/wp-content/uploads/2011/12/Databurg-Weihnachten-2011-005.jpg"><img class="size-large wp-image-752" title="Notdiesel in Databurg, Frankfurt" src="http://gaertner-online.de/wp-content/uploads/2011/12/Databurg-Weihnachten-2011-005-1024x768.jpg" alt="" width="584" height="438" /></a><p class="wp-caption-text">Notdiesel stehen in den Internet-Knoten bereit</p></div>
<p>Die von Angela Merkel ausgerufene und von allen Parteien im Deutschen Bundestag begrüßte „Energiewende“ führt wohl noch schneller ins Stromnetzchaos als befürchtet. Nach dem vorzeitigen Aus für die Hälfte der deutschen Kernkraftwerke sollten nach den Vorstellungen der Grünen aller Parteien vor allem Gaskraftwerke einspringen, wenn Windräder und Solarkraftwerke wegen Windflaute und/oder Dunkelheit keinen Strom liefern können. Denn die Gasturbinen können besonders schnell hoch und runter gefahren werden. Doch derzeit ist in Deutschland nur ein einziges Gaskraftwerk im Bau, und zwar in Hürth bei Köln. Dieses soll erst 2013 seinen Betrieb aufnehmen. Schlimmer noch: Gerade hat dessen Bauherr, der staatliche norwegische Stromkonzern Statkraft, angekündigt, dass er zwei ältere Gaskraftwerke in Landesbergen und Emden in Niedersachsen, die er vor zwei Jahren dem deutschen Stromriesen E.on abgekauft hat, gerne stilllegen möchte. Der Grund dafür liegt auf der Hand: Gaskraftwerke sind nur rentabel in der Mittellast, das heißt wenn sie etwa 1.500 bis 2.000 Stunden im Jahr Strom liefern. Wegen der Überproduktion von Windstrom in Norddeutschland und der Vorrang-Regelung für Wind- und Solarstrom im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) liefen die beiden Anlagen von Statkraft aber zuletzt nur noch einige Hundert Stunden im Jahr. Sie spielten also lediglich die Rolle von Lückenbüßern. Aus dem gleichen Grund halten sich die privaten Stromkonzerne auch andernorts mit Investitionen in Gaskraftwerke zurück.<span id="more-733"></span></p>
<p>Die Bundesnetzagentur zeigte sich überrascht von der Ankündigung des norwegischen Stromkonzerns, denn sie hatte die beiden Anlagen, die zusammen immerhin etwa 1.000 Megawatt elektrische Leistung liefern können, in ihrem Konzept zur Überbrückung des Atomausstiegs fest eingeplant. Der Ausfall von zwei Gaskraftwerken im Norden sei aber zu verkraften, erklärte der staatliche niederländische Netzbetreiber TenneT, der das E.on-Netz übernommen hat. Viel riskanter wäre der Ausfall von Kraftwerken im Süden der Republik, wo die Stromversorgung wegen der Stilllegung der meisten Kernkraftwerke schon jetzt „auf Kante genäht“ ist. Auch Kernkraftwerke lassen sich übrigens im oberen Leistungsbereich sehr rasch auf- und abregeln. Sie ließen sich also ähnlich gut wie Gaskraftwerke mit Windkraftanlagen kombinieren.</p>
<p>Statkraft-Geschäftsführer Jürgen Tzschoppe erklärte gegenüber der „Financial Times Deutschland“, angesichts hoher Gaskosten und des Überangebots von Windstrom in Nord- und Ostdeutschland sei es derzeit kaum noch möglich, Gaskraftwerke in Deutschland wirtschaftlich zu betreiben. Um Investitionen in neue Gaskraftwerke attraktiv zu machen, müsse der Erzeugerpreis für Strom um 50 Prozent, das heißt bis auf etwa 90 Euro je Megawattstunde steigen. Zurzeit liegt der Erzeugerpreis auf dem Terminmarkt für das erste Quartal 2012 bei etwa 51 Euro. Da kann noch einige Zeit ins Land gehen, bis sich der Bau von Gaskraftwerken wieder lohnt. Die Bundesnetzagentur setzt deshalb bis auf weiteres auf die „Entmottung“ alter Kohlekraftwerke in Süddeutschland. Doch diese können bei einem Ausfall der Windkraft nicht schnell genug hochgefahren werden.</p>
<p>Die Tageszeitung „Die Welt“ sieht Deutschland deshalb schon an der Schwelle zum Blackout. An sehr kalten, lichtarmen und windstillen Wintertagen sei die Situation für die Stromversorgung besonders kritisch. „Um einen bundesdeutschen Blackout zu vermeiden, kann es notwendig sein, einzelne Regionen in Süddeutschland – etwa in der Größe des Großraums Stuttgart – dunkel zu schalten“, warnte RWE-Chef Jürgen Großmann bereits im letzten Sommer. Renate Hichert, die Sprecherin der Bundesnetzagentur bestätigte: „In den nächsten zwei Wintern könnte es eng werden.“ Nach der Abschaltung von acht Kernkraftwerken, fehlt es vor allem im Süden der Republik an so genannter Blindleistung für die Stabilisierung des Netzes. Wind- und Solarparks können diese Blindleistung nicht liefern. RWE baut deshalb zurzeit das stillgelegte Kernkraftwerk Biblis in Südhessen zur Blindleistungs-Kapazität um. Der dafür nötige Strom kommt aus einem Kohlekraftwerk</p>
<p>Der russische Staatsmonopolist Gazprom sieht in der verfahrenen Situation eine Chance, in großem Stil direkt in den deutschen Strommarkt einzusteigen. Kürzlich kündigte Gazprom-Vorstandsvorsitzender Alexeij Miller an, in Bayern drei bis fünf Gaskraftwerke bauen und nach Möglichkeit auch selbst betreiben zu wollen. Sie sollen direkt mit teurem Gas aus Russland versorgt werden. Währenddessen liegen die Vorhaben des US-Konzerns ExxonMobil, die nicht unbedeutenden Vorkommen von Schiefergas in Deutschland zu erschließen, wegen des Einspruchs grüner Bedenkenträger gegen das &#8220;Fracking&#8221; weiterhin auf Eis. Auch die Lobby der Stadtwerke im Verband Kommunaler Unternehmen (VKU) sieht in den kommenden Jahren die Netzstabilität in Gefahr. VKU-Präsident Hans-Joachim Reck fordert deshalb, den Bau neuer Gaskraftwerke staatlich zu subventionieren. Einmal von der Politik mithilfe des EEG in Gang gesetzt, zieht die Subventionsspirale also immer größere Kreise. Jeder planwirtschaftliche Eingriff in den Energiemarkt zieht weitere planwirtschaftliche Korrekturen nach sich. Am Ende werden das alles die privaten Stromkunden bezahlen müssen.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Bauen und sanieren für den Staat</title>
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		<pubDate>Sun, 11 Dec 2011 14:31:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Edgar Gärtner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Eigenheimförderung]]></category>
		<category><![CDATA[energetische Sanierung]]></category>

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		<description><![CDATA[Wenn der Staat mithilfe von Krediten der bundeseigenen Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) oder direkten Zuschüssen für Bausparverträge den Bau oder die Sanierung von Eigenheimen fördert, handelt er keineswegs uneigennützig. Das in diesem Zusammenhang unverdächtige Eduard-Pestel-Institut in Hannover hat berechnet, dass &#8230; <a href="http://gaertner-online.de/2011/12/11/bauen-und-sanieren-fur-den-staat/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft" src="http://www.impulse-fuer-den-wohnungsbau.de/w/gfx/medium/bilder/diverses/2011_11_07-bau-investitionskosten-anteil-an-steuern-und-sozialabgaben-pestel-2011.jpg" alt="Grafik: Pestel-Institut" width="250" height="188" />Wenn der Staat mithilfe von Krediten der bundeseigenen Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) oder direkten Zuschüssen für Bausparverträge den Bau oder die Sanierung von Eigenheimen fördert, handelt er keineswegs uneigennützig. Das in diesem Zusammenhang unverdächtige <a href="http://www.pestel-institut.de/">Eduard-Pestel-Institut</a> in Hannover hat berechnet, dass von jedem in den Hausbau investierten Euro 51 Cent in Form von Steuern und Sozialabgaben in den Kassen des Staates und staatlicher Versicherungen landen. Nach den Berechnungen, die Matthias Günther und sein Team am Pestel-Institut anstellten, gehen von den Kosten eines neu gebauten Einfamilienhauses in Höhe von angenommenen 200.000 Euro fast 47.000 Euro in Form der Mehrwertsteuer und der von den Handwerkern bezahlten Lohnsteueuern plus Soli-Zuschlag direkt an den Staat. Darüber hinaus zahlen die Bauunterehmen und die bei ihnen Beschäftigten 55.500 Euro in die Kranken-, Renten-, Arbeitslosen-, Unfall- und Pflegeversicherungen.<span id="more-689"></span></p>
<p>Ähnlich ist es bei Aufwendungen für die so genannte energetische Sanierung von Altbauten. Von den angenommenen Investitionen von 50.000 Euro je Einfamilienhaus kassiert der Staat direkt 12.000 Euro in Form von Mehrwertsteuer, Lohnsteuer und Soli. Hinzu kommen noch etwa 15.000 Euro Sozialabgaben. Dem gegenüber stehen maximal 6.000 Euro, mit denen der Staat über KfW-Programme und/oder Steuerabschreibungen fördert. „Unterm Strich bleibt immer ein dickes Plus für Vater Staat, wenn private Bauherren oder Immobiliengesellschaften in den Wohnungsbau investieren“, resümiert Matthias Günther.</p>
<p>Auftraggeber der Studie des Pestel-Instituts ist die <a href="http://www.impulse-fuer-den-wohnungsbau.de/pressebereich/pressemitteilungen/">Initiative „Impulse für den Wohnungsbau“</a>, die von der Gewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG Bau), dem Deutschen Mieterbund (DMB), dem Bundesverband Deutscher Baustoff-Fachhandel (BDB) und der Deutschen Gesellschaft für Mauerwerks- und Wohnungsbau (DGfM) getragen wird. Auch diese Verbände verfolgen keineswegs uneigennützige Ziele. Sie kämpfen aktuell vor allem für eine höhere steuerliche Förderung der so genannten energetischen Gebäudesanierung. Diese soll nach einer gerade veröffentlichten <a href="Studie des Ölkonzerns Shell">Studie des Ölkonzerns Shell </a>in den kommenden 20 Jahren bis zu 750 Milliarden Euro verschlingen. Da der größte Teil der davon in die Staatskassen fließen würde, dient das gesundheitlich und brandschutztechnisch bedenkliche Verkleben der Häuser mit Styropor letzten Endes der Sanierung des chronisch defizitären Staatshaushaltes.</p>
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