Europas Aufstieg gründet nicht auf Menschenrechten,

…sondern auf den Zehn Geboten

Von Edgar Ludwig Gärtner

Bild könnte enthalten: 1 Person, steht, Himmel und im Freien

Statue des Marquis de Lafayette in Le-Puy-en-Velay (Zentralfrankreich)

Ideologen des Konstrukts EU sind dabei, die letzten 3.500 Jahre der menschlichen Entwicklung umzuschreiben. Diese Umdeutung der Geistesgeschichte zielt vor allem darauf ab, die Ur- oder Erbsünde des Menschen, die spätestens seit Augustinus zum festen Bestandteil des abendländischen Menschenbildes gehört, vergessen zu machen – wohl, um damit den massenhaft anstürmenden Zuwanderern islamischen Glaubens entgegenzukommen. Denn im Islam gilt der Mensch von Geburt an als Allah unterworfen und daher unschuldig. Wer von der Existenz der Ursünde ausgeht, erkennt hingegen die Erlösungsbedürftigkeit des Menschen an. Und das ist für einen gläubigen Muslim unvorstellbar. Um Missverständnisse zu vermeiden: Es geht im Folgenden weniger um die Gnade des christlichen Glaubens, zu der vermutlich immer nur eine Minderheit Zugang finden wird, sondern um die Europa bis vor kurzem noch prägende breite christliche Kultur. Darin gilt der Mensch nicht als unschuldige „blonde Bestie“, sondern als fehlbar, dem Bösen zugeneigt, unfähig, aus sich heraus das Gute zu tun, wenngleich grundsätzlich zum Erhabenen befähigt. (Ich gehe hier zunächst nicht auf die Perversion dieses selbstkritischen Menschenbildes durch die Kultivierung von Schuldkomplexen ein.)

Allerdings hat sich bereits die französische Aufklärung von diesem Menschenbild abgewandt, indem sie zunehmend die Realität des Bösen leugnete. Weiterlesen

Der Kannibalismus der Gutmenschen

Nur der Totalitarismus braucht kein Feindbild
Edgar L. Gärtner

2013-11-04 17.55.52-2
Die Politik ist unser Schicksal. Oft kümmert sie sich um Probleme, die es ohne sie gar nicht gäbe. Das ist wahr. Dennoch wäre die Welt ohne Politik mit Sicherheit kein besserer Ort. Denn in einer solchen Welt gäbe es keine Trennung zwischen privaten und öffentlichen Angelegenheiten. Wir verdanken diese durchaus heilsame Trennung dem römischen Recht. Dieses machte Schluss mit der Logik des Tribalismus, die bis dahin das Zusammenleben aller Menschen regelte. Ausnahmen bildeten da nur die griechischen Stadtstaaten. In seiner „Theorie des Politischen“ (1932, 1963) hat der umstrittene Staatsrechtler Carl Schmitt hergeleitet, dass jedes staatliche Gebilde eines Feindbildes bedarf. Fehlt ein solches, bleiben nur öffentliche Verwaltungsaufgaben wie der Straßenbau, die Wasserversorgung oder die Abfallentsorgung, die man auch privatwirtschaftlich auf der kommunalen oder kantonalen Ebene lösen kann. Aufgaben wie die Pflege von Geburts- und Sterberegistern sowie Bildung und Erziehung wurden im alten Europa ohnehin nicht von der weltlichen, sondern von der kirchlichen Verwaltung übernommen. Geht es aber nur noch um Verwaltung, dann gibt es keinen Grund mehr, zwischen privaten und öffentlichen Aufgaben zu unterscheiden.
Nur wer davon überzeugt ist, in der Welt keine wirklichen Feinde zu haben, wird die nationalstaatlichen Grenzen soweit für Migranten öffnen wie Angela Merkel. Nicht wenige halten heute sogar die Definition und Pflege von Feindbildern für ein Wesensmerkmal faschistischer Ideologien. Das genaue Gegenteil ist freilich richtig. Weiterlesen

Die Geburt der „Energiewende“ aus der katholischen Häresie

von Edgar L. Gärtner

Israel 136Im diesjährigen Magazin des Hilfswerkes der deutschen katholischen Bischöfe MISEREOR nimmt sich der einschlägig bekannte Autor und Greenpeace-Lobbyist Toralf Staud unter dem Titel „Zweifel ist unser Produkt“ jene Skeptiker oder Klimarealisten vor, die sich unter anderem beim Europäischen Institut für Klima und Energie (EIKE) zusammengefunden haben, um auf Ungereimtheiten in den fünf offiziellen Sachstands-Berichten des „Weltklimarats“ IPCC der UN hinzuweisen. Staud wirft den von ihm als „Leugner“ verunglimpften Skeptikern vor, einen asymmetrischen Krieg gegen die staatlich und zwischenstaatlich anerkannte Klimaforschung und damit gegen die wissenschaftliche Begründung der deutschen Energiewende zu führen. Denn sie machten sich die Tatsache zunutze, dass „viele Journalisten auf der Suche nach Neuigkeiten lieber eine abweichende Meinung drucken als eine weitere Bestätigung des wissenschaftlichen Konsens.“ Der „Leugnerszene“ gehe es nicht um Erkenntnisgewinn, sondern um das Pflegen vorgefasster Meinungen. Das zeige sich schon daran, dass EIKE keinen einzigen wissenschaftlichen Angestellten beschäftigt. Tatsächlich beschäftigt EIKE als ausschließlich durch Mitgliedsbeiträge und kleine Privatspenden finanzierter eingetragener Verein überhaupt keine Angestellten. Die Mitglieder von EIKE sehen sich aufgrund ihrer langjährigen Erfahrung als Wissenschaftler und Ingenieure aber sehr wohl imstande, die offiziellen Verlautbarungen der Klimapolitik auf ihre Stichhaltigkeit zu überprüfen und vor der mutwilligen Zerstörung eines bislang zuverlässig funktionierenden Systems der Stromversorgung durch die massive Subventionierung zufallsabhängiger „Erneuerbarer“ zu warnen.
Warum übernimmt ausgerechnet ein katholisches Hilfswerk die Rolle einer Speerspitze gegen den gesunden Menschenverstand? Weiterlesen