Gerhard Bräunig und Dieter Ber: Klimasozialismus. Juwelen Verlag. 2. Aufl. 2016. Geb. 297 S. € 19,90
Der Sozialismus löst, wie man wissen sollte, keines der Probleme, mit denen die Menschen im täglichen Leben zu tun haben. Also müssen machtgierige Politiker und politisierte Wissenschaftler neue Probleme erfinden, um ihr Streben nach einer sozialistischen Diktatur rechtfertigen zu können. Neben der Flutung unseres Landes durch die illegale Masseneinwanderung von Muslimen erfüllt die künstlich erzeugte Angst vor einer Klimakatastrophe diese Funktion. „Wo ist wirklich der Unterschied zwischen Maos ‚großem Sprung nach vorne‘ und der deutschen Energiewende?“, fragen die Autoren. Während Maos Menschenexperiment zig Millionen Todesopfer gefordert hat, nimmt eine selbsternannte Elite von Weltrettern im Kampf gegen das zum Schadstoff erklärte Lebenselixier CO2 sogar den Tod von sechs Milliarden Menschen in Kauf. „Die politische Weigerung, Milliarden von Menschen billige Energie zur Verfügung zu stellen, ist … ein absichtlich geplanter Massenmord“, schreiben die Autoren. Denn die Finanzelite sorgt dafür, dass arme Länder keine Kredite mehr für die Nutzung der angeblich klimaschädlichen Kohle erhalten. Die Armen müssen mit giftigen Plastikabfällen kochen und heizen. Weiterlesen




Bis in die 1990er Jahre erbrachten standardisierte, aber nicht nachjustierte Intelligenztests in den Industrieländern Jahr für Jahr durchschnittlich höhere Werte. Als erster beschrieb der neuseeländische Politikwissenschaftler James R. Flynn in den 1980er Jahren diesen Trend, der den durchschnittlichen Intelligenzquotienten (IQ) in den meisten Industrieländern in jedem Jahrzehnt um drei Punkte ansteigen ließ. Folglich wurde dieser in der Fachliteratur „Flynn-Effekt“ getauft. Als dessen Hauptursachen gelten eine bessere Ernährung, Gesundheitsvorsorge und Bildung junger Menschen. Aber bald stellten andere Intelligenz-Forscher fest, dass dieser Effekt spätestens seit der Jahrtausendwende wieder abnimmt. In den letzten Jahren ist der Durchschnitts-IQ in manchen Ländern sogar deutlich zurückgegangen. Dazu gehört neben Dänemark, Norwegen, Schweden, Finnland, Großbritannien, den Niederlanden und Australien neuerdings auch unser Nachbarland Frankreich.
Die Evolutionstheorie nach Charles Darwin ist durch und durch unfertig. Versteinerte Knochen beweisen Abstammungslinien längst nicht so zwingend, wie in Schulbüchern dargestellt. Das gilt besonders für die Abstammung des Menschen. Heute bringen Molekulargenetik und Entwicklungsbiologie mehr Licht in vermutete Zusammenhänge als die Paläontologie. Doch Martin Rhonheimer beschäftigt sich kaum mit biologischen Details. Als Philosoph und Theologe interessieren ihn in erster Linie die Konsequenzen von Erkenntnissen über unsere Herkunft für unser Menschenbild. Rhonheimer, ein Schüler Hermann Lübbes, lehrt an der Päpstlichen Universität Santa Croce in Rom, ist Mitglied der Hayek-Gesellschaft und ist gerade dabei, in Wien das Austrian Institute of Economics and Social Philosophy aufzubauen.
Die Behauptung, die moderne Wissenschaft habe sich nur in einem christlichen Umfeld entwickeln können, trifft neuerdings auf Widerspruch von verschiedenen Seiten. Für den bekannten Mediävisten Johannes Fried (bis zu seiner Emeritierung Professor an der Frankfurter Goethe-Universität), steht hingegen der enge geistige Zusammenhang zwischen dem Christentum und der Entwicklung der naturwissenschaftlichen Methodik außer Frage. Er sieht diesen Zusammenhang jedoch weniger in der von den Kirchenvätern Augustinus und Thomas von Aquin von Platon und Aristoteles übernommenen Überwindung des Mythos durch den Logos, sondern in der von der Apokalypse des Johannes und der Zerstörung des zweiten Jerusalemer Tempels im Jahre 70 n. Chr. ausgehenden Endzeiterwartung, die bis zum heutigen Tag fortwirkt. Die Bibel sagt nur, das Ende könne jeden Tag kommen und die Christen sollten sich durch eine anständige und liebevolle Lebensführung auf die Wiederkunft Christi und das Jüngste Gericht vorbereiten. Jüngere Gelehrte schlugen jedoch Augustinus‘ Warnungen in den Wind und gaben dem Reiz des Verbotenen nach, indem sie auszurechnen versuchten, wie viele Jahre seit der angenommenen Erschaffung der Welt vor wenigen Jahrtausenden bis zum Weltende noch übrig blieben oder hielten nach kosmischen Zeichen Ausschau, die den nahenden Untergang ankündigten. Das waren (neben der Rezeption von Schriften des Aristoteles) die wichtigsten Anstöße für die im 12. Jahrhundert aufblühende Naturforschung. 