Edgar L. Gärtner

Bild: Die Abteil St. Viktor (frühes 5.Jh.) in Marseille, der Geburtsort des Semi-Pelagianismus
Die deutsche „Energiewende“ lässt sich nicht wirtschaftlich, sondern nur religiös begründen. Das zeigt sich schon an der zu ihrer Rechtfertigung eingesetzten „Ethik-Kommission“, in der Bischöfe die Hauptrolle spielten. Die vorgebrachten Argumente widersprechen allerdings dem Geist der Bibel.
Der in Deutschland und einigen Nachbarländern unter dem Namen „Energiewende“ eingeleitete Totalumbau eines bewährten, weil über Jahrzehnte gewachsenen Systems der Elektrizitätsversorgung, lässt sich weder wissenschaftlich noch technisch, sondern allenfalls pseudowissenschaftlich oder religiös begründen. In den von grünen Ideologen beherrschten Massenmedien zählt nur die Angst als Argument: Angst vor Radioaktivität und Angst vor einer Klimakatastrophe durch den Ausstoß von Kohlenstoffdioxid (CO2).
Gewaltigste Naturzerstörung seit dem Mittelalter
Wir erleben zurzeit in Deutschland die gewaltigste Naturzerstörung seit dem Mittelalter. Es wird schon in wenigen Jahren in Deutschland keinen Punkt mehr geben, an dem Sie sich nicht von riesigen Windrädern eingekreist fühlen. Man wird Deutschland nicht mehr wiedererkennen. Aber es geht dabei nicht nur um die Optik. Viel bedenklicher ist die Zahl toter Greifvögel und Fledermäuse, die den rasch drehenden Rotoren zum Opfer fallen. Bedenklich sind auch die gesundheitlichen Auswirkungen des von den Rotoren erzeugten Infraschalls. Und noch bedenklicher ist die Zufallsabhängigkeit des Windstroms. Gerade wurde eine Untersuchung veröffentlicht, die nachweist, dass selbst im windreichen Großbritannien die Windräder nur an 17 Stunden im ganzen Jahr 90 Prozent ihrer Nennleistung erreichen. Oft sinkt ihre Leistung bis auf Null. Dann müssen konventionelle Kraftwerke einspringen, die jedoch technisch nicht für ein schnelles Hoch- und Runterfahren ausgelegt sind. Weiterlesen
Michel Houellebecqs gerade zur rechten Zeit erschienenen Roman „Soumission“ (Unterwerfung) eine Dystopie nennen zu wollen, wäre völlig verfehlt. Zeichnet er doch ein durchaus optimistisches Bild der nahen Zukunft Frankreichs und Europas – wenn auch auf sehr hintergründige Weise. Ich kann mir gut vorstellen, dass nicht wenige Vertreter der in Europa herrschenden politischen Klasse insgeheim mit dem von Houellebecq entworfenen Zukunftsbild sympathisieren, denn es zeigt einen zwar hypothetischen, aber nicht gänzlich unrealistischen „Ausweg“ aus dem Teufelskreis von Kulturrelativismus, Indifferenz und Dekadenz, in dem das von seinen christlichen Wurzeln abgeschnittene wohlfahrtsstaatliche Europa zurzeit gefangen ist.
Man wird in Europa nicht so leicht jemanden finden, der sich offen gegen die Anerkennung der individuellen Freiheit ausspricht. Doch bei der Frage, was unter Freiheit zu verstehen sei, liegen die Auffassungen weit auseinander. Freiheit gilt einem offenbar wachsenden Teil der an die „Segnungen“ des modernen Wohlfahrtsstaates gewöhnten Konsumenten als die Möglichkeit, zu kaufen, wonach sie Lust haben, sofern es der ihnen zugestandene Kreditrahmen zulässt. Manche sehen darin auch die Möglichkeit, ohne Hemmungen dem Kommando ihrer Hormone folgen zu können. Vielen gilt die Vorstellung eines freien Willens, das heißt eines geistigen Ichs, das Triebimpulse bewusst kontrollieren kann, als ein verstaubtes Relikt aus der Asservatenkammer der mittelalterlichen Scholastik, worauf sich nur noch christliche Fundamentalisten berufen. Etliche Hirnforscher wollen mit Hilfe moderner Techniken, wie zum Beispiel der funktionellen Magnetresonanztomografie (fMRT) oder der Messung elektrischer Potenzialschwankungen im Gehirn, herausgefunden haben, dass es keinen freien Willen geben kann. Das individuelle Bewusstsein sei durch elektro-chemische Prozesse determiniert, die schon vor der bewussten Entscheidung für eine Aktion nachweisbar seien. Nicht ein bewusstes Ich entscheide, sondern ein vorab Handlungsbefehle gebendes Hirn. Letztlich sei der Mensch für seine Handlungen also nicht wirklich verantwortlich.


Schuppenflechte (Psoriasis) ist eine verbreitete entzündliche Hautkrankheit, unter der allein in Deutschland in unterschiedlichem Ausmaß schätzungsweise zwei Millionen Personen leiden. Bei den meisten Psoriasis-Kranken ist die Kopfhaut besonders stark betroffen. Die beschleunigte Teilung der Hautzellen und die damit verbundene Ablösung von Schuppen verursachen dauerhaft rote Flecken und einen starken Juckreiz. Die Ursachen der unangenehmen Erkrankung mit potenziell schweren Folgen wie Gelenkentzündungen, Herzinfarkten und Depressionen liegen noch immer weitgehend im Dunkeln. Man weiß nur, dass Erbfaktoren eine wichtige Rolle spielen. Dem entsprechend gibt es auch keine kausale Therapie. Die meisten Psoriasis-Patienten kämpfen ihr ganzes Leben lang mit den Symptomen.
„Wir glauben, dass unsere Zivilisation kurz vor dem Zusammenbruch steht.“ Mit diesem Bekenntnis eröffnen zehn wissenschaftlich und wirtschaftlich erfolgreiche christliche Professoren ihr gerade erschienenes Kollektiv-Werk „Höllensturz und Hoffnung.“ Es handelt sich dabei durchaus nicht um ein weiteres Stück jener auf Computer-Hochrechnungen beruhenden Warnungen vor dem angeblich nahenden Weltuntergang, derer wir langsam, aber sicher überdrüssig werden, sondern um eine durchaus umsichtige und seriöse Krisendiagnose durch Mediziner, Wirtschaftswissenschaftler, Physiker, Informatiker, Juristen und Theologen. Die Professoren wollen nicht einfach die Unmäßigkeit der modernen Menschen anprangern, sondern die inneren Zusammenhänge aufdecken, die dazu führen, dass es den Westen schon bald nicht mehr geben wird, während das Leben auf dem Planeten weiter geht.