Klimapolitik als matriarchalische Kontrolle

Big Brother ist eigentlich eine Matrone

Edgar L. Gärtner

Im Hafen von Porto

Der Ausgang des G7-Gipfels im oberbayerischen Schlosshotel Elmau zeigt zumindest eines: Naturwissenschaftliche Argumente sind im Streit um Bedeutung und Tragweite des Klimawandels zwecklos geworden. Es geht nur noch um gekränkten Narzissmus, um Schuldgefühle und eine darauf aufbauende Religion der Selbstbestrafung.

Kein Zweifel: Wir leben im ehemals christlich und daher individualistisch geprägten Westen längst im Anfangsstadium einer mehr oder weniger „sanften“ Diktatur, die ihren Namen nicht nennt. Die von George Orwell in seiner Dystopie „1984“ geschilderte Schreckensvision eines totalitären Polizeistaates wird durch neue Überwachungstechniken wie die automatische Gesichtserkennung, die Vorratsspeicherung von Telefon- und Internet-Verbindungsdaten, die mathematische Decodierung verschlüsselter Kommunikation und das automatische Erstellen von Bewegungsprofilen schon heute weit übertroffen. Ganz zu schweigen von der Möglichkeit der Fernsteuerung des Rest-Privatlebens der Bevölkerung durch Gebäudedämm-Vorschriften, Smartmeter und Smartgrids bei der Stromversorgung und so weiter. Die bereits vorbereitete Abschaffung des Bargeldes wird die Möglichkeiten totaler Kontrolle der Untertanen einer im Verborgenen operierenden Machtelite noch abrunden.
Orwells virtuellen „Big Brother“ darf man sich aber nicht als Patriarchen nach dem Vorbild eines weise vorsorgenden römischen Pater familias vorstellen. Es handelt sich dabei eher um eine herrschsüchtige, kastrierende, sich überall einmischende Matrone. Weiterlesen

Gemeinderatsmitglieder persönlich haftbar für Gesundheitsschäden durch Windkraftanlagen

Edgar  L. Gärtner

Foto: Jörg Rehmann

Steinbach im Hunsrück (Foto: Jörg Rehmann)

In Deutschland stehen mittlerweile an die 25.000 Windkraftanlagen (WKA). Im Zuge des so genannten Repowering werden immer mehr kleinere ältere Anlagen durch 200 Meter hohe Monster ersetzt. In Waldgebieten werden, um der Abbremsung des Windes durch die Bäume zu umgehen, von vornherein solche Großanlagen errichtet. Auch die größten Windturbinen können, grob gerechnet, nur etwa 40 Prozent der Windenergie in elektrische Energie umwandeln. Der große Rest geht in Form von Schallwellen, das heißt periodischen Luftdruckschwankungen verloren. Die Frequenz dieser Wellen (ausgedrückt in Hertz) und damit der von uns Menschen wahrnehmbare Ton ist umso niedriger, je länger die Rotorenflügel sind. Anders ausgedrückt: Die Wellenlänge des von WKA erzeugten Wummerns wächst direkt mit der Länge der Rotorflügel.
Bei sehr tiefen Tönen unterhalb von 100 Hertz nimmt die zugeordnete Wellenlänge bis auf über hundert Meter zu. Objekte, die deutlich kleiner als die Wellenlänge sind, stellen für Schallwellen keine Hindernisse dar. Deshalb werden tiefe Töne allgemein sehr viel weiter übertragen als hohe. Jeder kann das im Alltag überprüfen: Wird in einem Party-Keller laute Disco-Musik abgespielt, dann hört man in den oberen Stockwerken eines Hauses und auf der Straße nur die Bässe und die große Trommel. Heute wissen die Mediziner, dass laute Brummtöne unterhalb von 100 Hertz alles andere als harmlos sind. Sie gelangen nicht nur über die Ohrmuschel, sondern auch über die Schädelknochen ins Innenohr und das darin sitzende Gleichgewichtsorgan. Weiterlesen

Der Westen geht unter, aber das Leben geht weiter

„Wir glauben, dass unsere Zivilisation kurz vor dem Zusammenbruch steht.“ Mit diesem Bekenntnis eröffnen zehn wissenschaftlich und wirtschaftlich erfolgreiche christliche Professoren ihr gerade erschienenes Kollektiv-Werk „Höllensturz und Hoffnung.“ Es handelt sich dabei durchaus nicht um ein weiteres Stück jener auf Computer-Hochrechnungen beruhenden Warnungen vor dem angeblich nahenden Weltuntergang, derer wir langsam, aber sicher überdrüssig werden, sondern um eine durchaus umsichtige und seriöse Krisendiagnose durch Mediziner, Wirtschaftswissenschaftler, Physiker, Informatiker, Juristen und Theologen. Die Professoren wollen nicht einfach die Unmäßigkeit der modernen Menschen anprangern, sondern die inneren Zusammenhänge aufdecken, die dazu führen, dass es den Westen schon bald nicht mehr geben wird, während das Leben auf dem Planeten weiter geht. Weiterlesen

Interview: Wir werden von Zombies regiert. Multikulti bedroht Europa

FotoEdgar Gärtner, 64, ist ein Journalist und Buchautor, der ursprünglich sich mit wissenschaftlichen Themen beschäftigte und der heute über politische und wissenschaftliche Themen schreibt, die von den offiziellen Medien oft beiseite gelassen werden. Edgar Gärtner pendelt seit Jahrzehnten zwischen Deutschland und Frankreich und sieht Europa durch die Multikultigesellschaft bedroht. «Ich habe in Marseille studiert und meine Frau kommt aus Marseille ». Der deutsche Autor hat sich in Südfrankreich vor bald 40 Jahren verliebt und kennt diesen Teil Frankreichs wie seine Heimat. Am 12. November veröffentlichte Edgar Gärtner auf der Webseite des Kopp Verlag in einem Artikel über die Lage in Marseille unter dem Titel « Bürgerkrieg: Die Angst der Polizisten in Marseille » und regt sich auf, dass die Medien kaum darüber berichten: In deutschsprachigen Medien erfährt man wenig über die Schattenseiten der diesjährigen Kulturhauptstadt Europas. In einem Interview berichtet Edgar Gärtner über die gesellschaftlichen Verhältnisse in Marseille, die wahrscheinlich von anderen europäischen Großstädten kopiert werden wird, und spricht über sein Engagement für die libertäre Zeitschrift eigentümich frei.

Olivier Renault

Mit dem Titel Bürgerkrieg: Die Angst der Polizisten in Marseille jagen Sie doch uns Angst ein. Was wollen Sie erreichen?

Ich möchte meine Mitbürger zur Wachsamkeit aufrufen. Ich rate ihnen nicht, auf jeden Fall einen Bogen um diese mediterrane Stadt zu machen. Denn Marseille besitzt zahlreiche Sehenswürdigkeiten und ist auch gastronomisch eine Reise wert. Aber man muss wissen, welche Stadtteile man möglichst meiden oder nur in Begleitung von gut informierten Einheimischen betreten sollte. Weiterlesen

Verbot der E-Zigarette: Gipfel der Scheinheiligkeit

Die Bundesregierung hat, wie es scheint, elektronischen Zigaretten-Imitaten (eZigaretten) den Krieg erklärt. Angeblich gefährdet das Einatmen der in der eZigarette mithilfe eines kleinen Lithium-Akkus erzeugten Dämpfe mit oder ohne Nikotin die Gesundheit der schätzungsweise anderthalb bis zwei Millionen deutschen Raucher, die irrigerweise glauben, damit ihrer Nikotinsucht ohne die Erzeugung von krebserregendem Rauch und Teer frönen zu können. Um dem einen Riegel vorzuschieben, hat die Bundesregierung in der Antwort auf eine Anfrage der Partei Die Linke nikotinhaltige Flüssigkeiten (Liquids) kurzerhand zu Medikamenten erklärt, die einer behördlichen Zulassung bedürfen. Es gilt als ausgeschlossen, dass die bislang in Deutschland angebotenen Liquids mit über hundert verschiedenen Aromen diese Hürde der Markteinführung nehmen können. Denn dafür müssten die Antragsteller in aufwändigen Tests an Versuchstieren und Menschen die Wirksamkeit der Inhaltsstoffe ihrer Duftfläschchen bei der Heilung oder Abmilderung von Krankheiten beweisen. Es gilt deshalb in Behördenkreisen als unwahrscheinlich, dass eines der beanstandeten Produkte die Zulassung erhalten wird. Zurzeit fällt die Einstufung der Liquids je nach Bundesland verschieden aus. In Hessen werden die Fläschchen noch angeboten, während ihr Verkauf in NRW und Bayern bereits unterbunden wurde. Schon soll der Zoll angeblich in NRW und Niedersachsen Zehntausende von Liquid-Fläschen beschlagnahmt haben. Somit scheint die deutsche Bürokratie zumindest einmal gezeigt zu haben, dass sie ohne Rücksicht auf mögliche Kosten und Schadensersatz-Ansprüche rasch durchgreifen kann, wenn Gefahr im Verzug ist.

Oder geht in diesem Fall vielleicht gar nicht um die Gesundheit, sondern vielmehr um die mehr als 14 Milliarden Euro, die der deutsche Fiskus jahraus, jahrein über die Tabaksteuer einsackt? Weiterlesen

Auf dem Wege zum totalen Überwachungsstaat

Die automatische Kontenabfrage ist nur der Anfang

Wenn der permanente Europäische Stabilitätsmechanismus (ESM), wie geplant, am 1. Juli 2012 in Kraft tritt, dann müssen die deutschen Sparer und Steuerzahler für Billionen von Euros bürgen. Schon im September 2011 schlug deshalb Levin Holle von der Boston Consulting Group der Bundesregierung eine Einmalsteuer auf alle Sparvermögen vor, die nicht weniger als sechs Billionen Euro in die Staatskasse brächte. Um ihre im Schweiße des Angesichts erworbenen Ersparnisse vor dem Zugriff des Staates zu retten, bleiben den immer mehr zu gläsernen Bürgern werdenden Steuerpflichtigen kaum noch Auswege. Schritt für Schritt bauen die deutschen Finanzbehörden ein System lückenloser Kontrollen aller privaten Zahlungsvorgänge auf. Das beginnt mit der Einführung einer einheitlichen Steuernummer, geht weiter mit der automatisierten Kontrollabfrage privater Bankkonten und dem Einsatz von raffinierter Schnüffelsoftware für die Aufdeckung von Ungereimtheiten in Steuererklärungen und soll nach dem erklärten Willen der EU mit der Wiedereinführung von Devisenkontrollen und der schrittweisen Abschaffung des Bargeldes enden. Weiterlesen

Grüne Gentechnik: Europa verzichtet auf die Zukunft

Kindische Kritik vertreibt die Pflanzenbiotechnologie

Gerade hat der Chemiekonzern BASF angekündigt, sein Forschungs- und Entwicklungszentrum für Pflanzen-Biotechnologie von Limburgerhof bei Ludwigshafen nach Raleigh in North Carolina/USA zu verlegen. Entwicklung und Verkauf aller Produkte der grünen Gentechnik, die für den europäischen Markt gedacht waren, werden eingestellt. Dazu gehören auch die erst 2010 nach einem 13-jährigen Ringen in Europa endlich zugelassene, aber noch nicht gewerblich angebaute Industriestärkekartoffel „Amflora“ sowie die gegen die Kraut- und Knollenfäule resistente Speisekartoffel „Fortuna“. Laut BASF-Vorstand Stefan Marcinowski waren die Einstufung der grünen Gentechnik als „Hochrisikotechnologie“ durch das Bundesverfassungsgericht und das „Honigurteil“ des Europäischen Gerichtshofes ausschlaggebend für den Rückzug des Chemieriesen. Marcinowski betonte gleichzeitig, er halte die Pflanzenbiotechnologie nach wie vor für eine der Schlüsseltechnologien des 21. Jahrhunderts. Schon zehn Prozent der Weltagrarfläche würden mit gentechnisch veränderten Pflanzen bestellt.   Weiterlesen

Nachhaltige Begriffsverwirrung um „Erneuerbare“



 Beim Schlagwort „erneuerbar“ bekommen die meisten Deutschen leuchtende Augen. Glaubt man Meinungsumfragen, so hätten 80 bis 90 Prozent der Deutschen gerne so rasch wie möglich eine Energieversorgung, die zu hundert Prozent auf „Erneuerbaren“ beruht. Da hilft es wenig darauf hinzuweisen, dass es nach den Gesetzen der Physik in der irdischen Welt überhaupt keine erneuerbare Energie geben kann, weil jede Form hochwertiger, zur Arbeitsleistung tauglicher Energie sich nach getaner Arbeit in nutzlose, das heißt diffuse Abwärme verwandelt. Aber die Unterscheidung zwischen erneuerbaren und nicht erneuerbaren Ressourcen hat sich inzwischen so fest im allgemeinen Sprachgebrauch eingebürgert, dass man meinen könnte, sie gehe auf den Schöpfer selbst zurück. Weiterlesen

Sisyphus im Dienste der Umwelt: Chemischer Pflanzenschutz

Von Edgar L. Gärtner

Chemische Pflanzenschutzmittel (Pestizide) gelten heute als Problemstoffe, deren Entwicklung, Herstellung, Vermarktung und Anwendung strengen gesetzlichen Vorschriften unterliegt. Gerade ist die Europäische Union wieder einmal dabei, mit der Verordnung EG 1107/2009, die im Juni 2011 in Kraft treten wird, die Zu-lassung von Pflanzenschutzmitteln neu zu regeln, um noch strengeren Umwelt-schutz-Anforderungen gerecht zu werden. Das Inverkehrbringen vieler hochwirk-samer, aber potenziell gesundheits- oder umweltschädlicher Substanzen wird dann von vornherein gar nicht mehr erlaubt sein, selbst wenn diese bislang sicher gehandhabt wurden. Weiterlesen

Warnung vor Ausfall des GPS wegen Sonneneruption

Während die Welt noch im Bann des Tsunami mit folgender Nuklear-Havarie in Japan steht, bahnt sich bereits neues Unheil an. Anfang September 2005 bemerkte ein Doktorand der amerikanischen Cornell Universität eher zufällig, dass koronare Massenausbrüche der Sonne (Flares), die von großen Sonnenflecken angetrieben werden, in gefährlicher Weise die Funktion von GPS-Empfängern stören können. Der Doktorand namens Alessandro Cerruti untersuchte während einer vergleichsweise schwachen Sonneneruption in Puerto Rico mithilfe eines GPS-Scintillometers Unregelmäßigkeiten der irdischen Ionosphäre. Hätte er seine Messungen nachts durchgeführt, wäre ihm gar nichts aufgefallen. Doch im Sonnenlicht sank die Stärke des GPS-Signals während 15 Minuten auf etwa die Hälfte. Cerruti schloss aus seiner Beobachtung, dass stärkere Sonneneruptionen, wie sie im Maximum des elfjährigen Sonnenfleckenzyklus zu erwarten sind, GPS-Signale leicht über 90 Prozent abschwächen können, was bedeutet, dass die Satelliten-Signale von GPS-Empfängern nicht mehr vom Hintergrund-Rauschen unterschieden werden können. Das hängt damit zusammen, dass die Sonneneruptionen eine große Bandbreite starker elektromagnetischer Wellen erzeugen, die gerade in den vom Global Positioning System benutzen 1,2- und 1,6-Gigahertz-Bändern am stärksten sind. Weiterlesen